Wo entstehen neue Windräder? Entscheidung für Nordhessen fällt heute

Kassel. Wo dürfen und sollen in Zukunft Windräder gebaut werden? Die Regionalversammlung trifft am heutigen Freitag um 10 Uhr für Nordhessen wegweisende Entscheidungen.

Zur Abstimmung steht im Regierungspräsidium Kassel der sogenannte Teilregionalplan Energie. Er legt unter anderem fest, welche Flächen im Regierungsbezirk Kassel für die Errichtung von Windkraftanlagen vorgesehen sind (2 Prozent) und auf welchen Flächen (98 Prozent) sie ausgeschlossen wird.

Ende August hatte der Haupt- und Planungsausschuss der Regionalversammlung Nordhessen empfohlen, 173 Vorranggebiete mit einer Gesamtfläche von 17 000 Hektar Fläche für den Bau von Windrädern auszuweisen. Vorausgegangen waren fünf Jahre Beratung und eine zweimalige Beteiligung der Öffentlichkeit.

Die Gebiete entsprechen 2,05 Prozent der Fläche Nordhessens. Die Landespolitik hatte den drei Regierungspräsidien im Landesentwicklungsplan als Ziel vorgegeben, jeweils zwei Prozent der Fläche als Windvorrangfläche auszuweisen. Die Planungen in den Regierungsbezirken Mittel- und Südhessen laufen.

Sobald der Regionalplan Energie in Kraft tritt, dürfen nur noch auf den darin ausgewiesenen Flächen Rotoren aufgestellt werden. Doch auch gegenwärtig dürfen Windräder errichtet werden. Grundlage für die Genehmigung ist derzeit aber noch das Bundesimmissionsschutzgesetz.

Umstrittene Standorte in Nordhessen

Nach seinen Vorschriften wurden unter anderem Windkraftanlagen der Städtischen Werke Kassel in der Söhre und am Sandershäuser Berg bei Niestetal sowie auf dem Rohrberg bei Helsa errichtet.

Zu den Windkraftflächen im Landkreis Kassel, die in dem zur Abstimmung stehenden Regionalplan Energie aufgeführt sind, zählt auch der umstrittene Standort Windhausen zwischen Niestetal-Heiligenrode und Nieste.

Die Kommunen Niestetal, Kaufungen und Nieste drohen mit einer Klage gegen den Regionalplan für den Fall, dass es grünes Licht für den Standort gibt. (dpa/ket/rpp)

Rubriklistenbild: © dpa

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