Bundeswehr ordert 131 Boxer

476 Millionen Euro: Großauftrag für Kasseler Panzerbauer

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Radpanzer "Boxer" in Afghanistan: 131 Fahrzeuge von diesem Typ hat die Bundeswehr jetzt bestellt. Sie werden überwiegend in Kassel gebaut werden.

Kassel. Erneut ein Großauftrag für die Heerestechnik-Hersteller Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und Rheinmetall: Sie liefern weitere 131 Radpanzer des Typs Boxer an die Bundeswehr.

Die Fahrzeuge werden ganz überwiegend an den Standorten in Kassel gebaut, wo KMW etwa 1400 und Rheinmetall 800 Mitarbeiter beschäftigt.

Der Auftrag hat einen Umfang von 476 Millionen Euro und sichert auf Jahre hunderte von Jobs bei den Panzerbauern sowie zahlreichen Zulieferern in der Region. „Das ist ein toller Beitrag zur Auslastung“, erklärte Rheinmetall-Sprecher Oliver Hoffmann im Gespräch mit der HNA. Bereits Anfang dieses Monats war bekannt geworden, dass Litauen für rund 500 Millionen Euro 88 Boxer ordern wird. Einen formellen Auftrag gibt es zwar noch nicht, aber er gilt als Formsache. Damit summieren sich die aktuellen Boxer-Bestellungen auf fast eine Milliarde Euro. Beide Aufträge sollen ab 2017 abgearbeitet werden.

2006 hatte die Bundeswehr 272 dieser Fahrzeuge bestellt. Sie sind unter anderem in Afghanistan im Einsatz. Die holländischen Streitkräfte orderten kurze Zeit später 200 Exemplare. Bundeswehr-Aufträge werden in folgendem Verhältnis aufgeteilt: 28 Prozent entfallen auf Rheinmetall, 72 auf KMW. Das holländische Kontingent hat Rheinmetall allein geliefert. Bei Bestellungen aus andern Länden wird von Fall zu Fall aufgeteilt.

Der achträdrige Boxer gilt weltweit als eines der besten Fahrzeuge seiner Art. Mit seinem 720 PS starken MTU-Triebwerk erreicht der hochgeschützte Truppentransporter eine Spitzengeschwindigkeit von 103 Kilometern in der Stunde und ist somit der schnellste und wendigste überhaupt.

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