K+S erwartet für das Gesamtjahr massiven Gewinneinbruch

Kassel. Der Kasseler Kali- und Salzproduzent K+S erwartet in diesem Jahr einen Vorsteuergewinn (Ebit) von nur noch 200 bis 300 Millionen Euro.

Zum Vergleich: 2015 waren es 782 Mio. Euro, wovon 542 als Reingewinn übrig blieben. Grund für den Ergebniseinbruch sind die stark gesunkenen Kalipreise sowie die Produktionsdrosselungen im hessisch-thüringischen Werra-Revier infolge der vom Regierungspräsidium drastisch gekürzten Versenkgenehmigungen für salzhaltiges Abwasser. Es fällt bei der Kali-Produktion sowie in den übertägigen Halden an.

Aktualisiert um 15.27 Uhr

Im ersten Halbjahr sank der Umsatz um gut 21 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro, der Vorsteuergewinn (Ebit) sogar um mehr als die Hälfte auf 233 Mio. Euro. Unter Strich bleiben 148 Mio. Euro nach 317 Mio im Vorjahrezeitraum. Nach Unternehmensangaben kostet allein der temporäre Produktionsstillstand an der Standorten Hattorf (Kreis Hersfeld-Rotenburg) und Unterbreizbach (Thüringen) 150 bis 200 Mio. Euro Gewinn. Ohne weitere Versenkmöglichkeiten sei eine volle Produktion im Werra-Revier nicht möglich, hieß es.

K+S hofft auf eine erweiterte Versenkerlaubnis in den kommenden Wochen und prüft parallel die dauerhafte Entsorgung in eigenen und fremden Bergwerken.

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