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Ex-Fraunhofer-Chef Schmid gestorben - Pionier im Bereich der erneuerbaren Energien

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Jürgen Schmid Foto: dpa
Jürgen Schmid Foto: dpa

Kassel. Er hat im Kernforschungszentrum in Karlsruhe gearbeitet, ehe er aus Überzeugung die Seiten wechselte und sich voll und ganz auf die erneuerbaren Energien konzentrierte.

Im Alter von 68 Jahren ist der langjährige Leiter des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (Iwes) in Kassel, Prof. Jürgen Schmid, überraschend gestorben. Nach Angaben des Instituts starb er an Herzversagen.

Jürgen Schmid gehörte zu den Pionieren und führenden Experten auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien. Erst im Oktober 2012 hatte er nach 14 Jahren die Leitung des Fraunhofer Iwes (360 Mitarbeiter) abgegeben. Mit ihm sei ein großer Architekt der Energiewende gestorben. Das begonnene Werk werde man in seinem Sinne fortsetzen, sagen Schmids Nachfolger an der Spitze des Instituts, Prof. Clemens Hoffmann und Prof. Andreas Reuter.

1995 kam Jürgen Schmid als Professor für rationelle Energiewandlung an die damalige Gesamthochschule Kassel. Drei Jahre später wurde er Vorstandsvorsitzender des ehemaligen Instituts für Solare Energieversorgungstechnik ISET und seit der Aufnahme in die Fraunhofer Gesellschaft (2009) Institutsleiter des Iwes in Kassel. Schmid war zudem Mitglied nationaler und internationaler Beiräte für erneuerbare Energien. Das Land hat ihn mit der Goethe-Plakette, die Fraunhofer-Gesellschaft mit der Fraunhofer-Medaille ausgezeichnet. Das sind die jeweils höchsten Ehrungen für wissenschaftliche Verdienste.

Jürgen Schmid, der in seiner Freizeit gern gewandert ist, hinterlässt seine Ehefrau und einen Sohn. (tos)

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