Klinikum Kassel: Magnet schwebte auf Luftkissen ein

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Auf Luftkissen durch die Wandöffnung: Viele Mitarbeiter und Patienten verfolgten gespannt, wie das neue MRT an seinen Platz gebracht wurde.

Kassel. Das ist selbst für Fachleute nicht alltäglich: Um ein acht Tonnen schweres Untersuchungsgerät in die Radiologie des Kasseler Klinikums zu transportieren, benutzte man Luftkissen.

Das war kniffelige Maßarbeit: Mit großem technischem und logistischem Aufwand ist jetzt im Klinikum Kassel der Magnet für einen neuen Magnetresonanztomographen (MRT) angeliefert worden. Nachdem ein Schwerlastkran das in den USA hergestellte, acht Tonnen schwere Untersuchungsgerät angeliefert hatte, schwebte dieses auf Luftkisssen durch die Gänge des Klinikums zum Radiologie-Zentrum.

Dazu musste zuvor der Fußboden auf der Wegstrecke mit Stahlplatten und Klebeband geglättet und abgedichtet werden, damit nirgendwo Luft, die über Schläuche gepumpt wurde, verloren geht und das Gerät damit aufsetzen würde. Um das alte MRT-Gerät abzutransportieren und das neue Gerät anzuliefern, mussten eine Außen- und eine Innenwand geöffnet werden, erläutert Klinikum-Sprecherin Gisa Stämm. Das Gerät in der Spur zu halten und an seinen Platz zu bugsieren, erforderte dann die konzentrierte Maßarbeit der Mitarbeiter einer Spezialfirma.

Das neue MRT-Gerät werde künftig schnellere Untersuchungen mit noch besserer Bildqualität als beim Vorgängermodell ermöglichen. Während der mehrwöchigen Um- und Einbauzeit stehe das zweite MRT-Gerät im Klinikum mit verlängerten Betriebszeiten für die Untersuchung von Patienten zur Verfügung, so Stämm.

Die Anschaffung des neuen MRT-Gerätes mit einem Marktpreis von rund 1,6 Millionen Euro sei im Rahmen der Technologiepartnerschaft zwischen der Gesundheit Nordhessen und GE Healthcare erfolgt.

Bei der Magnetresonenztomografie oder auch Kernspintomografie werden mit Hilfe eines starken Magnetfelds und von Radiowellen ohne Strahlenbelastung hochauflösende Schnittbilder des Körpers erzeugt.

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