Der Countdown läuft

Großes Feuerwerk: Finale des Sommernachts-Open-Air wird ein Kracher

Tolle Kulisse, beeindruckende Inszenierung: Seit Jahren ist Walter Scharenberg für das Feuerwerk beim Open Air vor der Karlsaue verantwortlich. Unser Foto entstand im Jahr 2006. Archivfoto:  Socher / nh

Kassel. Mit dem Geknalle zu Silvester hat das Feuerwerk, das Walter Scharenberg für das Sommernachts-Open-Air vorbereitet, wenig zu tun.

Ähnlich wie bei den Musikstücken zuvor, sind die Effekte am Kasseler Nachthimmel durchkomponiert. Worauf die Zuschauer sich genau freuen können, will der Pyrotechniker aus Kaufungen nicht verraten. Das soll eine Überraschung werden. Nur so viel: „Es wird sehr intensiv und hoffentlich sehr schön“, sagt Scharenberg.

Bis zu 150 Meter hoch werden die Raketen (die Feuerwerker sprechen von Bomben) ab circa 22.15 Uhr in den Abendhimmel über der Orangerie fliegen. In einem Radius von 120 Metern darf dann außer den Feuerwerkern und den Sicherheitskräften niemand stehen.

Für die Veranstaltung am Samstag bedeutet das, dass der Auedamm rund um die Orangerie eine halbe Stunde vor dem Feuerwerk und auch kurz danach gesperrt wird. „Wenn die Straße nach nicht explodierten Bomben abgesucht ist, wird sie wieder freigegeben“, sagt Walter Scharenberg. Zusammen mit Gudrun Pause wird er mit seiner Ausrüstung auf der Hessenkampfbahn hinter der Orangerie stehen und das Feuerwerk zur Musik des Staatsorchesters zünden. Gespielt werden Melodien aus den Star-Wars-Filmen.

Walter Scharenberg (68) ist eigentlich aus der Not heraus zum Pyrotechniker geworden. Fast 35 Jahre ist das jetzt her. Bei einer Geburtstagsfeier sollten alle Gäste etwas vortragen. Ganz egal, ob Gedicht, Schauspiel-Einlage oder ein Lied. Das sei nichts für ihn, er stehe nicht gern im Rampenlicht, sagt der Vater von drei erwachsenen Kindern. Die Feier fand im Januar statt, einige Knaller und Raketen von Silvester hatte er noch. Als Einlage für den Geburtstag hat er damals ein kleines Gartenfeuerwerk gemacht. Damit fing alles an.

Scharenberg, der an der Gesamthochschule studiert hat, gehörte 20 Jahre zum Leitungsteam der Tagesaufenthaltsstätte Panama an der Kölnischen Straße, einer Anlaufstation für Wohnungslose.

Prüfung zum Feuerwerker

Eingespieltes Team: Gudrun Pause (vorn) achtet auf den Musikablauf, den sie an Walter Scharenberg weitergibt. Archivfoto:  Malmus

Neben seinem Hauptberuf hat er die Ausbildung zum Staatlich geprüften Feuerwerker gemacht. „Ohne vernünftige Qualifikation hätte ich dieses Hobby nicht weiterbetreiben können, dafür sind die Gefahren zu groß“, sagt er. 26 große Feuerwerke musste er als Assistent begleiten, Theorie büffeln und dann eine Prüfung machen. „Ich hatte das Glück, dass ich bei der Firma, die für André Heller das Feuerwerk macht, lernen durfte“, sagt Scharenberg.

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