Niestetal legt am stärksten zu – Kassel ist im Hessentrend

Firmen in Kassel und Umland zahlen wieder mehr Gewerbesteuer

Kassel/Niestetal. In Kassel und den meisten umliegenden Kommunen haben die Unternehmen von Januar bis Juli deutlich mehr Gewerbesteuer gezahlt als im Vorjahr. Ausreißer nach oben ist Niestetal.

Die Gemeinde hat im ersten Halbjahr knapp 2,8 Millionen Euro an Gewerbesteuer eingenommen, wie aus Zahlen des Statistischen Landesamtes hervorgeht. Da der Gemeinde, die insbesondere von der Entwicklung des Solartechnik-Herstellers SMA abhängig ist, im ersten Halbjahr 2015 wegen hoher Rückzahlungen unterm Strich nur magere 56 882 Euro blieben, ist das eine astronomische Steigerung um das 47,8-fache.

Ein Großteil der Mehreinnahmen ist aber nicht SMA zu verdanken, der es nach Krisenjahren wieder besser geht. 1,8 Mio. Euro stammen vielmehr aus Steuernachzahlungen der vergangenen Jahre, erklärt Bürgermeister Andreas Siebert (SPD). Nach Abzug der Umlagen an Land und Kreis bleiben Niestetal rund 400.000 Euro: „Diese Sondereffekte mindern das Defizit, aber wir müssen weiter sehr sparsam wirtschaften.“

Verhalten optimistisch bewertet Kämmerer Christian Geselle (SPD) die Zahlen der Stadt Kassel. Sie hat im ersten Halbjahr 87,8 Mio. Euro an Gewerbesteuer eingenommen, was einem Plus von 18 Prozent zum Vorjahreszeitraum entspricht. Damit bewegt sich Kassel in etwa im Hessentrend der kreisfreien Städte (plus 19,4 Prozent).

„Da die Gewerbesteuer jedoch von Quartal zu Quartal hohen Schwankungen unterliegt, ist ein Vergleich mit den Vorjahren aber erst am Jahresende sinnvoll“, warnt Geselle. Es könne erneut passieren, dass die Stadt vorausgezahlte Gewerbesteuer zurückerstatten muss, wenn die Unternehmen ihre Abschlüsse der vergangenen Jahre einreichen.

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren: Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.