Kommentar zur Flughafenaffäre: Peinliche Erklärung

Lässt man sich die Ehrenerklärung des Finanzministeriums für Schustereder auf der Zunge zergehen, dann wird schnell klar: Die Sache hat einen äußerst bitteren Beigeschmack. Ein Kommentar von Frank Thonicke.

Offensichtlich ist die Landesregierung mit allen Mitteln bemüht, einen Deckel über die brodelnde Affäre zu halten und sie nicht zu einem Skandal werden zu lassen, der auch politisch peinlich werden könnte.

Nur ein Beispiel: Das Finanzministerium erklärt, dass Schustereder „nachvollziehbare berufliche Gründe“ für seine teuren Telefonate nach Ägypten angegeben habe.

Das Land hält es also für nachvollziehbar, dass sein Flughafen-Chef stundenlang und mehrmals am Tag mit einer ägyptischen Bohrfirma telefoniert, mit der es nach Auskunft der Stadt Kassel nie eine Zusammenarbeit gegeben hat. Für Hunderte von Euro mit dem Diensttelefon, zu Zeiten (laut Telekom-Rechnung etwa am 28. 4. 2014 um 22.50 Uhr), zu denen man in Kassel und Kairo Feierabend hat.

Das Finanzministerium sollte wissen, dass so Steuergeld verschleudert wurde. Aber man hält ja den Deckel drauf - sonst kommt ans Licht, dass man nach Maria Anna Muller wieder ein Chef-Problem am Flughafen hat.

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