Patrick Weilbach

Spekulationen um Flughafen-Personalie

Der Flughafen Kassel-Calden: Die Förderung des Umfeldes sowohl am neuen als auch am alten Flugplatz gehört mit zu den Aufgaben der Unternehmensentwicklung, die inzwischen auch von Patrick Weilbach wahrgenommen wird. Foto: Thiele / Archiv

Baunatal / Calden. Unbemerkt von der Öffentlichkeit, hat sich ein Wechsel in der Management-Ebene der Flughafengesellschaft Kassel vollzogen.

Ob es sich bei der Trennung von Dr. Tobias Busch, der für die Unternehmensentwicklung zuständig war, um ein einvernehmliches Ausscheiden handelte oder nicht, dazu wollte sich die Flughafen Gesellschaft nicht äußern.

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Auf schriftliche Anfragen unserer Zeitung kamen keine Antworten. Pressesprecherin Natascha Zemmin ließ lediglich wissen, zu Personalangelegenheiten würde man sich nicht äußern. Dr. Busch selbst ging gleichfalls nicht näher auf den Wechsel ein, sondern sagte, persönliche Gründe hätten ihn veranlasst. Er fand eine neue Anstellung beim Regierungspräsidium Kassel, wo er im Verkehrsdezernat tätig ist.

Die Aufgaben Buschs hat mittlerweile Patrick Weilbach übernommen. Er wurde von der Flughafen GmbH mit einem Beratervertrag versehen. Unterstellungen, hier habe dem CDU-Mann und seinerzeitigem Gegenkandidaten des wiedergewählten SPD-Landrats Uwe Schmidt sein Parteibuch geholfen, weist er in das Reich der Fantasie zurück.

Als privater Unternehmensberater habe er bereits vor dem Vertrag mit der Flughafen GmbH für Firmen am Standort Calden gearbeitet. Beispielhaft nennt Weilbach die Piper Deutschland AG, die von Calden aus Flugzeuge verkauft sowie wartet und repariert.

Patrick Weilbach Foto: privat/ nh

Über diese Schiene ist auch der Kontakt zur Flughafengesellschaft entstanden, sagt Weilbach. Und da der Aufgabenbereich seines Vorgängers keine lange Vakanz vertragen hätte, sei man sich schnell einig geworden. Bezahlt wird der Baunataler Unternehmensberater über Tagessätze, die sich nach dem jeweiligen Aufwand richten. Wobei mit dem Aufsichtsrat im Vorfeld eine Deckelung vereinbart wurde.

Schwerpunkte seiner Tätigkeit am Flughafen sind derzeit der Frachtbereich, die Organisation von Arbeitsabläufen sowie das Um- und Ansiedeln von Unternehmen. Alles Aufgabenfelder, so sagt Weilbach, die für die Positionierung des Flughafens von großer Bedeutung sind und nach dem Ausscheidens Buschs schnell wieder besetzt werden mussten. Parteipolitische Aspekte spielten nach Überzeugung des CDU-Mannes bei dem Beratervertrag keine Rolle. Eher das Gegenteil sei der Fall gewesen, sagt Weilbach. So habe es Stimmen gegeben, die sich wegen seines Parteibuchs unmissverständlich gegen ihn aussprachen. Darüber hinaus sei bei manchen Kunden eine Parteizugehörigkeit sogar eher schädlich. Irgendwelche Forderungen und Erwartungen an seine Partei habe es von seiner Seite ohnehin nie gegeben.

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