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Kassel-Calden: Von der Schließung bedroht?

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Flughafen Kassel-Calden: Die Luft für Regionalflughäfen wie diesen wird eng. Er gilt als potentiell gefährdet.

Calden. Für Regionalflughäfen, auch für Kassel-Calden, wird die Luft dünn. Noch maximal zehn Jahre Schonfrist will die EU-Kommission den kleineren Airports einräumen, um finanziell auf eigenen Füßen zu stehen. Dann soll Schluss sein. Kassel-Calden gilt als potenziell gefährdet.

„Die Bürger sollen den Nutzen der Liberalisierung als Fluggäste genießen, ohne als Steuerzahler dauerhaft zur Kasse gebeten zu werden“, sagte EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia am Mittwoch in Brüssel. Spätestens Anfang 2014 werde er neue Leitlinien zur öffentlichen Finanzierung der Flughäfen vorstellen, kündigte der Spanier an.

Zunächst aber werde die Kommission eine Konsultation durchführen, an der Airlines, Airport-Betreiber und Zweckverbände beteiligt werden sollen. Die müssen sich jetzt aber sehr gute Argumente einfallen lassen. Denn die neuen Leitlinien werden allein von der Europäischen Kommission erlassen und bedürfen keiner Zustimmung des Ministerrates oder des Europäischen Parlamentes.

822 Millionen Fluggäste werden derzeit jährlich von den 460 europäischen Flughäfen abgefertigt. Etwa 300 fallen nach Schätzungen Brüssels unter die Kategorie Regionalflughafen. In Deutschland prüft die Kommission derzeit unter anderem die Finanzierung der Airports in Frankfurt-Hahn, Zweibrücken, Dortmund und Saarbrücken. Kassel-Calden gilt ebenfalls als potenziell gefährdet.

Für die Nordhessen dürfte eine Vorgabe aus Brüssel existenziell wichtig werden: Öffentliche Beihilfen zu den Betriebskosten müssen auslaufen.

Entstehungsgeschichte in Bildern 

Angesichts der Tatsache, dass selbst ältere Flughäfen wie Dortmund Jahr für Jahr hohe Verluste erwirtschaften, könnte dieses Kriterium schon zehn Jahre nach seiner Eröffnung das Aus für den Airport Kassel-Calden bedeuten. Die Kommission ist jedenfalls fest entschlossen, das derzeitige Subventionsdickicht zu lichten, 61 derzeit laufende Verfahren gegen regionale Landeplätze in Europa bestätigen dies. (D.D./tpa)

Nähere Informationen finden Sie in unserer Donnerstagsausgabe.

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