Nach gestiegener Zahl von Einbrüchen

Folie, Schloss, Riegel: Diese Vorkehrungen machen es Einbrechern schwerer

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Ungesicherte Fenster lassen sich in Sekunden mit einem Schraubendreher aufhebeln: Wie einfach das geht, zeigt Wilfried Koch, der Inhaber der Kasseler Firma Assko Sicherheitstechnik, mit dem Hebeltest; im Hintergrund Fenstersicherungen.

Kassel. „Immer kommt das Interesse an einer Wohnungssicherung in Wellen“, sagt Wilfried Koch. Der Chef der Kasseler Firma Assko Sicherheitstechnik spricht aus über 60-jähriger Erfahrung.

Wenn die Medien wieder von Einbrüchen oder gar Einbruchsserien berichten, dann kommen zig Leute in seinen Laden an der Fünffensterstraße und fragen: Was können wir tun, um unser Haus zu schützen?

Wie Koch berichtet, gibt es eine Reihe von mechanischen Sicherungsmaßnahmen, die es Einbrechern schwerer machen. Ein Sperrbügel an der Haus- oder Wohnungstür ist ab knapp 500 Euro erhältlich. Zum Nachrüsten von Fenstern empfehlen sich etwa abschließbare Griffe sowie Pilzkopf- oder Schwalbenschwanzverriegelungen. Türen sollten ein massives Türblatt haben und mit Mehrfachverriegelungen, Griff mit Schutzbeschlag und Sperrbügeln versehen sein. Zum einbruchhemmenden Fenster gehöre auch eine spezielle Folie, durch die sich Scheiben nicht mehr oder nur mit schwerem Gerät einschlagen ließen.

Industrie zieht nach

„Die Sicherheitslücken gibt der Einbrecher vor. Die Industrie zieht dann mit ihren Produkten nach“, erklärt Koch. Der Betrieb des 66-Jährigen wird als einer von drei Sicherheitstechnikfirmen in der Stadt Kassel in einer Empfehlungsliste der Polizei aufgeführt. Wichtig sei, dass sowohl die Produkte als auch die Montage die DIN-Norm (DIN 18 104) erfüllten. Nur dann sei ein Betrieb dazu verpflichtet, die Haftung zu übernehmen. Dann nämlich, wenn bei einem Einbruch die Sicherungstechnik nicht so funktioniert hat, wie sie sollte.

Übrigens geben laut Wilfried Koch die Frauen beim Thema Sicherheit für Haus und Wohnung den Ton an. „Frauen sind die Treiber.“

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