Seit 1996 in der Altenpflege

Ruth Fürsch ist neue Chefin der Seniorenwohnanlagen  Kassel

Steht jetzt als Geschäftsführerin an der Spitze der Seniorenwohnanlagen (SWA) Kassel der Gesundheit Nordhessen Holding (GNH) AG: Ruth Fürsch (54). Foto: nh

Kassel. Ruth Fürsch ist neue Geschäftsführerin der Seniorenwohnanlagen (SWA) Kassel mit mit 424 betreuten Seniorenwohnungen, 105 Pflegeplätzen und einem ambulanten Pflegedienst.

Die 54-Jährige hat Anfang August an der SWA-Spitze den bisherigen Geschäftsführer Wolfgang Schwarz abgelöst, der Ende Februar dieses Jahres in den Ruhestand gegangen war.

Fürsch war seit 2014 Leiterin des kommunalen Alten- und Pflegeheims in Korbach. Sie hatte 1982 in Erlangen ihre Ausbildung zur Krankenschwester abgeschlossen und anschließend 14 Jahre im Beruf gearbeitet, zunächst in Erlangen, seit 1988 in Kassel, unter anderem im Klinikum.

1996 wechselte sie in die Altenpflege und bildete sich zur Pflegedienstleitung fort. Danach war sie auf politischer Ebene aktiv, als Referentin der Bundestags-Vizepräsidentin Antje Vollmer und Geschäftsführerin der Rathausfraktion der Kasseler Grünen. Gleichzeitig studierte sie Soziologie und Politikwissenschaft mit Magisterabschluss. 2007 zog es sie zurück in die Altenpflege, sie war am Aufbau eines privaten Seniorenpflegeheims beteiligt. Nach einer Tätigkeit bei der Heimaufsicht ging sie 2014 nach Korbach.

„Mit Ruth Fürsch haben wir eine Geschäftsführerin mit einem großen Erfahrungsschatz in der Altenpflege gewonnen, die mit viel Herzblut und Engagement bei der Sache und in der Region bestens vernetzt ist“, sagt GNH-Vorstand Birgit Dilchert. Die Seniorenwohnanlagen gehören zur Gesundheit Nordhessen Holding (GNH), die in der Vergangenheit versucht hatte, einen anderen Betreiber für den Verlustbringer SWA zu finden, was aber nicht gelang. Um Kosten zu reduzieren, wurde inzwischen die stationäre Pflegestation der SWA Fasanenhof geschlossen.

Entwicklung verfolgt 

„Ich habe die Entwicklung der SWA Kassel jahrelang verfolgt“, sagt Ruth Fürsch. Es gebe bereits eine Verzahnung von stationärer und ambulanter Pflege sowie betreutem Wohnen, „das sind sehr gute Voraussetzungen für die weitere Entwicklung.“

Die neue Chefin möchte eine bessere Zusammenarbeit des ambulanten Pflegedienstes SWA aktiv mit dem Klinikum Kassel erreichen und das Betreuungsangebot für die Heimbewohner am Lindenberg im Stadtteil Forstfeld ausbauen. Für die Mieter im betreuten Wohnen an den Standorten Lindenberg und Fasanenhof will sie Ansprechpartnerin sein. Zudem möchte sie das Pflegeheim am Lindenberg als ein Quartiershaus etablieren, das verstärkt für Aktivitäten im Stadtteil zur Verfügung steht.

Ruth Fürsch wohnt in Kassel, ist verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und ein Enkelkind. Zu ihren Hobbies zählen argentinischer Tango und Kochen.

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