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Frank Thonicke über den NSU-Prozess: Münchener Sensation

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Von: Frank Thonicke

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Kassel/München. Eine Zeugin im NSU-Prozess will Beate Zschäpe mit ihren mutmaßlichen Komplizen kurz vor einem Mordanschlag in Dortmund gesehen haben. HNA-Redakteur Frank Thonicke kommentiert die neueste Entwicklung im NSU-Prozess.

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Frank Thonicke, Leiter der Lokalredaktion Kassel

Was die Journalistin Veronika von A. am Montag vor dem Münchener Oberlandesgericht aussagte, könnte im NSU-Prozess für eine Sensation sorgen. Denn wenn das Gericht der Aussage folgt, kann es erstmals als erwiesen gelten, dass Beate Zschäpe zumindest an einem der zehn Tatorte der NSU-Morde war. Die Zeugin erklärte nachdrücklich, dass sie Beate Zschäpe mit eigenen Augen gesehen habe. Das war in Dortmund, kurz vor der dortigen Bluttat, Anfang April 2006. Das Mordtrio der NSU soll damals mit einem Wohnmobil unterwegs gewesen sein.

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Zeugin hat Zschäpe vor Anschlag gesehen

Die Aussage könnte auch für den Mord an Halit Yozgat in seinem Kasseler Internetcafé bedeutsam sein. Denn Halit Yozgat wurde wenige Tage nach der Dortmunder Beobachtung, nämlich am 6. April, getötet. Die Vermutung liegt nahe: Wenn das NSU-Trio Anfang April im Wohnmobil durch Dortmund kurvte, könnte es auch ins nahe Kassel gefahren sein. Man darf gespannt sein, was noch zur Sprache kommt. Etwa, was der umstrittene Verfassungsschützer T. erzählt.

E-Mail an den Autor: tho@hna.de

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