Bus-Stationen für 1,3 Millionen Euro

Wohl kaum Fahrgäste: Haltestelle am Fraunhofer Institut noch im Nirwana

Geisterstadtstimmung: An der neuen Endhaltestelle „Fraunhofer Institut“ werden bis zum Jahr 2019 wohl so gut wie keine Fahrgäste warten. Denn frühestens 2019 eröffnet das Institut. Die Haltestelle wird aber bereits ab übernächsten Sonntag angefahren. Fotos: Fischer

Kassel. Geisterstadtstimmung an der Haltestelle: Der Haltepunkt auf dem neuen Gewerbeareal nördlich des Hauptbahnhofs ist bereits fertig, allerdings fehlt das Institut dazu noch.

Noch befindet sich deshalb die neu gebaute Endhaltestelle „Fraunhofer Institut“ im Nirwana.

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Dies soll dort erst 2019 eröffnen. Neben dem Bau der Endhaltestelle mit Wendeschleife sollen am Nordausgang des Hauptbahnhofs bis Oktober 2016 noch zwei neue Haltepunkte gebaut werden. Die Gesamtkosten des Bauprojekts von 1,3 Mio. Euro bezuschusst das Land mit 880.000 Euro. Bereits zum Fahrplanwechsel am Sonntag, 13. Dezember, will die KVG die neue Endhaltestelle mit vier Halteplätzen in Betrieb nehmen. Dort sollen zunächst die Buslinien 17, 32 und 50 halten. Später soll auch die Linie 37 den Haltepunkt anfahren.

Haltestelle für Busfahrer

Schilder sind schon da: Vier Linien sollen den Halt anfahren.

Fahrgäste werden dort wohl aber in den nächsten Jahren weder ein- noch aussteigen. Denn im näheren Umfeld gibt es bislang noch kein Gewerbe – auch Wohngebäude gibt es nicht in der Nähe. Der 60 Mio. Euro teure erste Bauabschnitt des Fraunhofer-Institutes für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) soll nach aktuellen Plänen ab 2016 entstehen und bis Anfang 2019 fertiggestellt sein, sagt Uwe Krengel, Sprecher des Fraunhofer-Instituts. Anschließend sei noch ein zweiter Bauabschnitt für weitere 40 Mio. Euro angedacht.

Bis die geplanten 550 Institutsmitarbeiter ihre Arbeitsplätze am Hauptbahnhof beziehen, soll die Endhaltestelle vor allem den Busfahrern für ihre Pausenzeiten dienen. Diese verbringen sie bislang noch im Goldenen Loch am Polizeipräsidium. Die bisherige Situation sei keine gute Lösung für das Fahrpersonal, so KVG-Sprecherin Heidi Hamdad.

Denn im Goldenen Loch gebe es keine geeignete Infrastruktur für die Fahrer. An der neuen Endhaltestelle gebe es eine Toilettenanlage und einen geschützten Fahrgastpavillon mit Sitzgelegenheiten.

„Ein weiterer sehr wesentlicher Grund für die Inbetriebnahme der Endhaltestelle schon jetzt ist, dass wir als öffentliches Nahverkehrsunternehmen vollständig präsent sein möchten, wenn das Fraunhofer-Institut seinen Betrieb aufnimmt“, so Hamdad.

Die Gesamtkosten von 1,3 Mio. Euro verteilen sich auf die Endhaltestelle und die zwei Haltepunkte am Nordausgang des Hauptbahnhofs. In der Summe inbegriffen ist auch der Grundstückskauf für die Endhaltestelle.

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