Ostermarsch: SPD hatte Aufruf nicht unterzeichnet

Friedensforum: Nehmen nicht einseitig Partei für die Palästinenser

Peter Strutynski

Kassel. Zum traditionellen Ostermarsch an Ostermontag, 25. April, ruft das Kasseler Friedensforum auf. Er bedauere, dass die Kasseler Sozialdemokraten und der DGB Nordhessen den Aufruf nicht unterzeichneten, sagt Forumssprecher Peter Strutynski.

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SPD und DGB hatten kritisiert, dass das Friedensforum bei der Thematisierung des Nahostkonflikts einseitig Partei für die Palästinenser nehme. „Den Vorwurf der Einseitigkeit weisen wir zurück“, schreibt Strutynski in einer Pressemitteilung. So wie der Krieg nicht relativierbar sei, sei das Eintreten für Menschenrechte, Frieden und eine gerechtere Welt nicht verhandelbar. Zum Nahostkonflikt schreibt das Forum: „Der Dauerkonflikt zwischen Israel und den Palästinensern wird sich nur lösen lassen, wenn der illegale Siedlungsbau und die Besatzung im Westjordanland beendet werden. So wie die Israelis haben auch die Palästinenser das Recht auf einen eigenen lebensfähigen Staat.“

Weitere Forderungen des Protestmarschs sind: Atomwaffen abschaffen, sofortiger Ausstieg aus der Kernenergie, Rückzug der Bundeswehr aus Afghanistan. Das Friedensforum begrüße den Umbruch in den arabischen Ländern, kritisiere aber die kriegerische Intervention in Libyen. (abe)

Zeitplan beim Ostermarsch

Route 1: 10.45 Uhr ab Bebelplatz, Gedenken am Mahnmal ab 11.30 Uhr; Route 2: 10.45 Uhr ab Schlachthof (Mombachstraße), Zwischenhalt beim Mahnmal „Die Rampe“ (Moritzstraße) gegen 11.15 Uhr; Abschlusskundgebung ab 12 Uhr vor dem Rathaus. Hier spricht unter anderem Erika Mohs von den „Frauen nach Tschernobyl“.

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