Früherer Kioskbetreiber Iske gestorben

RichardIske

Kassel. Sein Gesicht war eng mit der Kasseler Innenstadt und dem Rathaus verbunden. Fünf Oberbürgermeister, von Lauritz Lauritzen über Karl Branner, Hans Eichel, Wolfram Bremeier, Georg Lewandowski bis zu Bertram Hilgen gehörten zu den Kunden von Richard Iske.

Am Samstag ist der 73-Jährige, der von 1966 bis 2011 den Kiosk vorm Rathaus betrieb, überraschend und plötzlich gestorben. Iske lebte bis zuletzt mit seiner Frau Monika in Spiekershausen. Er hinterlässt neben seiner Witwe zwei erwachsene Kinder.

Nach einer Lehre zum Großhandelskaufmann bei der Firma Dittmann arbeitete Iske im Kiosk seines Stiefvaters Ludwig Heil am Rathaus, 1966 kaufte er Heil den Kiosk ab. 1971 wurde dieser durch einen Neubau an selber Stelle ersetzt. Iske und seine Frau bedienten rund 1500 Kunden am Tag, verkauften Zeitschriften, Tabak, Fahrkarten und nahmen Lottoscheine entgegen. Vor fünf Jahren verkauften die Iskes den Kiosk, um in den verdienten Ruhestand zu gehen. Nichtstun sei für seinen Vater aber nichts gewesen, sagt Jens Iske. Seit dem Verkauf sei Richard Iske jeden Tag in die Innenstadt gefahren, um sich mit Bekannten zu treffen. „,Dich kennen mehr Leute als den Bürgermeister’, hat mal ein Kunde zu mir gesagt.“ Das erzählte Richard Iske anlässlich seiner Kioskaufgabe 2011 in einem Interview mit der HNA. (use) Archivfoto:  Pflüger-Scherb

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