Regionalleiter Michael-Arne Schüssl übergibt Geschäftsstelle

Fußballgott Thorsten Bauer ist jetzt Barmer-Chef

Fußballgott und Kopfballungeheuer: Thorsten Bauer köpft in dieser Szene eines seiner spektakulärsten Tore. Mit dem 2:1 gegen SV Wehen-Wiesbaden schaffte er es bei der ARD in die Auswahl Tor des Monats. Das Foto entstand 2006. Archivfoto:  Koch

Kassel. Wechsel an der Spitze der Kasseler Geschäftsstelle der Barmer GEK: Thorsten Bauer übernimmt zum 1. Februar als Regionalgeschäftsführer die Leitung der Krankenkasse von Michael-Arne Schüssl, der diese Position seit zehn Jahren bekleidet.

Der Kasseläner Bauer, der bei der Barmer GEK zum Sozialversicherungsfachangestellten ausgebildet wurde, arbeitet seit 2003 für die Krankenkasse. In der Region ist der einstige Stürmer des KSV Kassel als „Fußballgott“ bekannt (siehe Zur Person). Mit elf Mitarbeitern wird er künftig 70.000 Versicherte zwischen Bad Karlshafen und Fritzlar sowie Wolfhagen und Witzenhausen betreuen.

Gleichzeitig hat Deutschlands zweitgrößte Krankenkasse im Rahmen einer bundesweiten Restrukturierung die Telefonaktivitäten in eigene Einheiten - so genannte Telefongeschäftsstellen - ausgelagert. Sechs davon gibt es bundesweit. Die Kasseler beschäftigt 195 Mitarbeiter und wird von Christiane Bathon verantwortet. Die 52-jährige Kasselerin ist seit 1979 dabei und war zuletzt stellvertretende Regionalgeschäftsführerin in der Filiale Göttingen.

Wechsel an Barmer-GEK-Spitze in Kassel: Michael-Arne Schüssel (von links) übergibt die Leitung an Christiane Bathon und Thorsten Bauer. Sie leitet künftig die Telefongeschäftsstelle, er die reguläre.

Schüssl, der gut 40 Jahre für die Barmer tätig ist und im September 60 Jahre wird, geht mit einem weinenden und einem lachende Auge. Zwar fällt ihm der Abschied aus dem Berufsleben nicht leicht. „Aber für mich ist der Zeitpunkt perfekt, um in eine neue Lebensphase zu starten“, sagt er. Bauer sei sein Wunschkandidat gewesen, und das neue Service-Konzept lasse sich mit Christiane Bathon sehr gut an, sagt der Schwalmstädter, der lange Jahre das Gesicht der Barmer BEK in der Region war.

Bauer freut sich auf seinen neuen Job. „Nach einer intensiven Vorbereitungsphase können wir jetzt mit dem neuen Service-Konzept an den Start gehen“ sagt der 38-Jährige. Bis April steht im Schüssl noch zur Seite. Auch Bathon blickt optimistisch nach vorn: „Wir sind alle hochmotiviert und gut vorbereitet“, sagt die verheiratete Mutter zweier erwachsener Söhne.

Die Barmer GEK ist mit 8,5 Millionen Versicherten nach der Techniker Krankenkasse bundesweit die Nummer zwei. Im nächsten Jahr fusioniert sie mit der Deutschen BKK, die 1,1 Mio.Versicherte hat. Dann steigt die Barmer, die nur noch diesen Namen tragen wird, auf Platz eins. Die Deutsche BKK ist seinerzeit aus den Betriebskrankenkassen von Volkswagen und Post (Telekom) hervorgegangen.

Zur Person: Thorsten Bauer (38) ist in Kassel geboren. Er begann als Fünfjähriger mit dem Fußballspielen - beim KSV Hessen. Er durchlief alle Jugendmannschaften dort, ehe er als 19-Jähriger zu Olympia Kassel wechselte. 1999 ging er zum Oberligisten KSV Baunatal. Jahn Regensburg wurde auf ihn aufmerksam. 2002 kam er nach Nordhessen zurück. Seine glorreiche Zeit beim KSV begann. Insgesamt schoss „Fußballgott“ Bauer in 297 Spielen für den KSV 161 Tore. Er ist seit 2010 mit Susann verheiratet und hat eine Tochter.

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