Großhändler will in diesem Jahr zweistellig wachsen

Fußbodenbeläge und Holz: Jordan gewinnt an Boden

Jörg Ludwig Jordan vor einem Plakat der Markenbotschafterin Magdalena Neuner. Die Biathlon-Olympiasiegerin und Weltmeisterin wirbt für die Hausmarke Joka, was für Jordan Kassel steht. Archivfoto: Fischer

Kassel. Der Kasseler Fußbodenbelags- und Holzgroßhändler W.&L. Jordan GmbH in Kassel hat das Wachstum der Vergangenheit auch 2015 fortgesetzt und will es im laufenden Jahr kräftig ausbauen.

Wie der geschäftsführende Gesellschafter der bundesweit und in Nachbarländern tätigen Gruppe, Jörg Ludwig Jordan, im Gespräch mit der HNA mitteilte, stieg der Umsatz 2015 um 6,6 Prozent auf 344 Millionen Euro. Davon entfiel knapp ein Fünftel auf den Holzhandel. In diesem Jahr sollen die Verkaufserlöse um zehn bis zwölf Prozent auf gut 380 Mio. Euro klettern.

Angaben zum Ergebnis nennt das Familienunternehmen traditionell nicht. In den vergangenen Jahren hat es sich im einstelligen Millionenbereich bewegt.

Als Grund für das überdurchschnittliche Wachstum im laufenden Jahr nennt Jordan die Übernahme von Wettbewerbern in der Schweiz, Österreich, Südtirol und im westfälischen Bünde sowie die Eröffnung neuer Verkaufsräume an mehreren Standorten. Jordan betreibt europaweit 66 Niederlassungen, davon 55 im Inland. Das Unternehmen zählt sich zu den größten seiner Art in Europa

Von der guten Ergebnisentwicklung profitiert auch die Beschäftigung. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs binnen Jahrefrist um 136 auf aktuell 1250, davon 200 in Nordhessen. Die Zahl der Auszubildenden stieg noch kräftiger: von 80 auf aktuell 100 in sechs kaufmännischen und gewerblichen Berufen.

„Die Expansion geht weiter. Da, wo es sich lohnt, eröffnen wir neue Niederlassungen oder kaufen zu“, sagt Jordan. Noch wichtiger sei derzeit aber die Positionierung der Gruppe für die Zukunft. Mit Blick auf die zunehmende Digitalisierung würden neue Geschäftsmodelle wie etwa der Onlinehandel vorangetrieben. Außerdem werde ausgelotet, welche Gefahren dem alten Geschäftsmodell drohten. „Wir beobachten den Markt sehr sorgfältig“, erklärt Jordan, der unlängst zum Präsidenten der Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg gewählt wurde.

Jordan hat einen Stamm von 20 000 Kunden – Schreiner, Parkettleger, Raumausstatter, Maler, Zimmerer und Ladenbauer. 150 Lkw verteilen die Ware. Für die Außendienstler stehen 250 Pkw zur Verfügung. Jordan hat das vom Großvater gegründete Geschäft vom Vater übernommen. Als er vor 30 Jahren ins Unternehmen eintrat, hatte es 75 Mitarbeiter.

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