In vielen Gärten machen sich Moose und Flechten breit

Manches Grün ist eher lästig: Garten-Experten geben Rat

Kübelpflanzen dürfen in diesen Tagen schon an die frische Luft: Bei Nachtfrösten sollten empfindliche Sorten wie Zitronenbäumchen, Oleander oder Oliven aber wieder reingeholt werden. Hier sind gerade die Karin und Alfred Thiele von der gleichnamigen Kasseler Gärtnerei mit der Pflege von Kübelpflanzen beschäftigt. Foto:  Koch

Kassel. Der Frühling zeigt uns derzeit noch die kühle Schulter, doch Gartenbesitzer krempeln jetzt schon fleißig die Ärmel hoch. Denn die Gartensaison beginnt. Wir geben Tipps. 

Denn nun ist die Zeit, um Obstbäume zu schneiden, Beete vorzubereiten und sich um den Rasen zu kümmern. Vielen Gartenbesitzern bereiten zudem Moose und Flechten Sorgen, die sich im Rasen und auch auf Bäumen breit machen.

Die Gartenexperten Eberhard Walther und Mechthild Borchert vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen wussten auch bei vielen anderen Leserfragen Rat.

Hier einige Beispiele von Fragen und Antworten:

An Ästen und Zweigen an unserem Fliederbaum haben wir seit zwei Jahren einen grün-gelben schorfartigen Belag festgestellt. Handelt es sich hierbei um einen Pilz und was kann man dagegen tun? 

Mit Flechten überzogen: Dieses Bild von einem Fliederbaum schickte uns ein Leser.

Hierbei handelt es sich um Flechten, deren Ausbreitung durch eine feuchte Witterung und in schattigen Lagen begünstigt werden. Lediglich die starken Beläge an den Hauptästen sollte man wenn möglich mit einem Baumkratzer oder einem Hochdruckreiniger vorsichtig entfernen. Nach der Blüte sollte der Flieder deutlich zurückgeschnitten werden, um ihm mehr Luft und Licht zu verschaffen.

Unsere Kamelie, die im Sommer im Kübel im Garten steht, kränkelt sei zwei Jahren. Was ist zu tun? 

Am besten schneiden Sie die Pflanze zurück, wenn die Blüte demnächst vorbei ist. Danach sollten man sie in einen etwas größeren Topf umtopfen, dabei die alte Erde im Außenbereich entfernen und frische Spezialerde für Kamelien hinzugeben. Danach sollte die Kamelie zu Kräften kommen.

Jedes Jahr ist unsere Kletterrose an der Südseite des Hauses von Sternruß befallen. Spritzen mit chemischen Mitteln war bislang erfolglos. Was hilft? 

Tatsächlich helfen solche Mittel nur bedingt. Wichtig ist es deshalb, die Rose mit handelsüblichen Fungiziden (Antipilzmittel) regelmäßig zu behandeln. Zuvor sollte die Rose demnächst (wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind) großzügig zurückgeschnitten werden.

Kann man die Kübelpflanzen jetzt schon rausstellen? 

Im Prinzip ja, allerdings sollte man die Pflanzen abends wieder reinholen, wenn Nachtfröste zu erwarten sind. Die langsame Gewöhnung an die Temperatur- und Lichtverhältnisse draußen tut den Pflanzen sogar gut.

Wir möchten gerne unsere alten Himbeersträucher durch neue ersetzen, welche Pflanzen versprechen einen guten Ertrag? Ein Problem sind leider Wühlmäuse in unserem Garten. 

Zu empfehlen sind großfruchtige Herbsthimbeeren, von denen es viele gute Sorten gibt, zum Beispiel die Sorte „Himbo-Top“. Die Früchte schmecken gut, und sie trägt bis zum Herbst. Allerdings sollten Sie die neuen Sträucher nicht dort pflanzen, wo die alten standen, sondern einen neuen Platz suchen. Sie können die Pflanzen vor Wühlmäusen schützen, indem Sie die Wurzelballen mit einem Drahtkorb schützen, den man aus Kaninchendraht selber machen kann.

Was hilft gegen Maulwürfe im Garten? 

Da Maulwürfe unter Naturschutz stehen, dürfen sie nicht bekämpft werden. Die Tiere ziehen sich jedoch oft zurück, wenn sie durch Aktivitäten im Garten gestört werden.

Die Rosen treiben jetzt kräftig aus, darf man sie jetzt schon zurückschneiden? 

Ja, wenn keine stärkeren Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Edelrosen schneidet man auf drei bis fünf Augen zurück. Dabei sollte das oberste Auge nach außen zeigen. Beetrosen kürzt man auf fünf bis acht Augen. Trockene Triebe, dünne Seitentriebe sowie Wurzeltriebe werden entfernt. Der Schnitt sollte schräg und etwa einen Zentimeter über dem Auge erfolgen.

Kommentare

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