Verkehrs-Projekt: Ampelsteuerung am Altmarkt soll verbessert werden

Gegen Ampelfrust in Kassel: Stadt will Geld in grüne Welle stecken

Kassel. Die Stadt Kassel will in die Verkehrssteuerung investieren. Das heißt: Ampeln sollen besser abgestimmt werden, damit Fahrzeuge mit der grünen Welle besser vorankommen.

Das Geld kommt aus dem Kommunalen Investitionsprogramm (KIP). Nach Angaben von Stadtbaurat und Verkehrsdezernent Christof Nolda (Grüne) sind 1,6 Millionen Euro für die Steuerung und Gerätetechnik von Ampeln vorgesehen. Modernisiert werden sollen die Ampeln in den Abschnitten Altmarkt-Rathaus, Rathaus-Ständeplatz sowie Altmarkt-Stern.

Ziel sei es, die Grün-Phasen an den Kreuzungen besser aufeinander abzustimmen. Autos sollen weniger oft an den Kreuzungen halten müssen und weniger Schadstoffe ausstoßen, sagt Nolda.

Die verbesserte Ampel- und Verkehrssteuerung wurde im Finanzausschuss einstimmig beschlossen und somit den am 9. Mai tagenden Stadtverordneten empfohlen, die darüber endgültig zu entscheiden haben. 

Anliegerbeiträge entstehen dafür übrigens nicht. Nach der Satzung über die Erhebung von Straßenbeiträgen in der Stadt Kassel sind Aufwendungen für Signalanlagen und Verkehrszeichen nicht beitragsfähig.

Laut Satzung erhebt die Stadt Beiträge von den Anliegern, um den Aufwand zu decken – unter anderem für den Um- und Ausbau der öffentlichen Straßen, Wege und Plätze (Verkehrsanlagen), wenn sie über die laufende Unterhaltung und Instandsetzung hinausgehen. Beitragspflichtig sind Eigentümer beziehungsweise Erbbauberechtigte des Grundstücks.

Von dem beitragsfähigen Aufwand trägt die Stadt Kassel

• 50 Prozent, wenn die Straße überwiegend dem Anliegerverkehr dient

• 60 Prozent, wenn sie überwiegend dem innerörtlichen Durchgangsverkehr dient und

• 75 Prozent, wenn sie überwiegend dem überörtlichen Durchgangsverkehr dient.

Den Rest der Kosten haben in der Regel jeweils die Anlieger zu tragen.

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