Freibad Wilhelmshöhe: Sanierung beginnt vor Ostern

Das ist bald Vergangenheit: Ab März kommenden Jahres wird das Freibad in Bad Wilhelmshöhe saniert. Foto:  Schachtschneider/Charterflug -Kassel/Knabe

Bad Wilhelmshöhe. Jahrelang wurde über die Zukunft des Freibads Wilhelmshöhe diskutiert. Die Zeiten der Debatten sind vorbei: Noch vor Ostern 2016 soll mit der Sanierung des 80 Jahre alten Bades begonnen werden. 

Das erklärte Stadtkämmerer und Bäderdezernent Christian Geselle am Freitagmittag bei einer Pressekonferenz bei den Städtischen Werken. „Ich freue mich, dass damit der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung umgesetzt und die Umgestaltung der Bäderlandschaft in Kassel abgeschlossen werden kann“, sagte Geselle.

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Verantwortlich für die Sanierung des Freibads ist wieder das Kasseler Bauunternehmen Rennert, das bereits das Bad in Harleshausen umgebaut hat. Der Generalunternehmer saniert das Bad für einen Pauschalbetrag von 3,2 Millionen Euro. Insgesamt hätten vier Unternehmen bei dem Bieterverfahren mitgemacht, so Dr. Christian Pauli (Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH).

„Wir arbeiten mit dem komplett gleichen Team wie in Harleshausen zusammen“, sagte Thilko Gerke, Geschäftsführer von Rennert. Auch mit dem Edelstahlbeckenhersteller aus Österreich habe man bereits wieder Kontakt aufgenommen. Die Edelstahlelemente werden in die alten Becken eingebaut.

Das neue Freibad erhält einen 25 Meter-Schwimmerbereich mit einer Tiefe von 1,35 Metern und fünf Bahnen. An den Sportbeckenbereich gliedern sich der Nichtschwimmerbereich sowie seitlich der Bereich des Ein-Meter-Sprungbretts an. Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich befinden sich im selben Becken und können durch ein Seil unterteilt werden. Gemeinsam bieten beide Beckenbereiche sportlich orientierten Schwimmern fünf durchgehende Schwimmbahnen mit einer Länge von 50 Metern.

Dem Nichtschwimmerbereich ist seitlich der Rutschenbereich mit einer Mindestwassertiefe von 1,1 Meter angegliedert. Der Entwurf sei im Vorfeld sowohl mit dem Ortsbeirat als auch dem Förderverein Schwimmbad Bad Wilhelmshöhe abgestimmt worden.

Das Freibad bietet den Besuchern eine besonders breite Rutsche, ein Ein-Meter-Sprungbrett und weitere Attraktionen in den Beckenbereichen. Ein zweigeteiltes 100 Quadratmeter großes Planschbecken für Kleinkinder und eine Sandinsel von 100 Quadratmetern Größe mit Spielgerät ergänzen das Angebot.

Das ehemalige Personal- und Umkleidegebäude wird durch ein kompaktes Servicegebäude ersetzt. In ihm befinden sich der Eingangs- und Personalbereich und ein Aufwärmraum. Der Eingang zum Gelände des Schwimmbads wird von der Straße nach hinten verlegt. Das Umkleide- und Technikgebäude wird am Rand des Geländes im Hang untergebracht. Die enco energie consulting GmbH übernimmt die Planung der technischen Anlagen. Als Architekten wurden die Baufrösche Kassel Architekten und Stadtplaner GmbH engagiert.

Über 200.000 Euro habe der Förderverein bislang an Spenden für das Bad gesammelt, sagt der Vorsitzende Prof. Kuno Hottenrott auf Nachfrage der HNA. Er freue sich, dass es mit der Sanierung bald losgehe. „Für uns ist das ein sehr großer Erfolg. Schließlich haben wir hart dafür gekämpft“, so Hottenrott.

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