Die geplanten Blitzer im Stadtgebiet kommen später

Eine der Orte, an denen die neuen Blitzer aufgestellt werden sollen.

Kassel. Um einige Wochen verlängert die Stadt Kassel die Schonfrist für Auto- und Lastwagenfahrer: Nach derzeitigem Stand werden die geplanten stationären Geschwindigkeits-Messanlagen erst im September aufgestellt.

„Bevor sie in Betrieb genommen werden, wird ein unabhängiger Gutachter die Messanlagen prüfen“, kündigt Stadt-Sprecher Ingo Happel-Emrich an. Wie berichtet, hatte die Stadt ursprünglich geplant, die Blitzer bereits im August errichten zu lassen.

Unverändert bleibt es aber bei den vier bereits angekündigten Standorten im Stadtgebiet, an denen die Messanlagen aufgebaut werden sollen - an der Wilhelmshöher Allee in Höhe der Sophienstraße, an der Bundesstraße 83 in Höhe der Lilienthalstraße, an der Frankfurter Straße in Höhe der Horst-Dieter-Jordan-Straße und am Steinweg etwa in Höhe des Regierungspräsidiums (siehe Bericht oben).

Umfangreiche Prüfung

Die vier Standorte für die Blitzgeräte im Kasseler Stadtgebiet waren nach umfangreicher Prüfung einer Projektgruppe ausgesucht worden (siehe Hintergrund). Als Kriterien wurden dabei zum Beispiel schutzwürdige Örtlichkeiten (etwa Schulen, ÖPNV-Haltestellen, Fußgängeraufkommen), Unfälle in den vergangenen Jahren und dauerhafte Geschwindigkeitsüberschreitungen berücksichtigt.

Nach Happel-Emrichs Angaben sollen die stationären Geschwindigkeits-Messanlagen im Zuge eines europaweiten Vergabeverfahrens ausgeschrieben und beschafft werden. Das Verfahren werde durch eine externe Beratungsfirma begleitet. Über die Vergabe habe der Magistrat aber noch nicht entschieden.

Hier wird bald geblitzt

An diesen vier Standorten im Kasseler Stadtgebiet sollen demnächst die stationären Geschwindigkeits-Messanlagen errichtet werden:

• Bundesstraße 83: in Höhe Lilienthalstraße, geblitzt werden soll in beiden Fahrtrichtungen

• Frankfurter Straße: in Höhe der Horst-Dieter-Jordan-Straße, geblitzt werden soll stadteinwärts

• Steinweg: geblitzt werden soll in wechselnde Fahrtrichtungen

• Wilhelmshöher Allee: in Höhe Sophienstraße, geblitzt werden soll in beiden Fahrtrichtungen

Die Projektgruppe hatte zunächst 24 mögliche Gefahrenstellen in Kassel untersucht und anschließend diese vier Stellen als geeignet für die Blitzgeräte bewertet.

Hintergrund: Viele Ämter beteiligt

Ermittelt wurden die vier Blitzer-Standorte in Kassel durch ein umfangreiches Prüfschema, das von einer Projektgruppe entwickelt worden war. Daran beteiligt waren seitens der Stadt das Ordnungsamt, Straßenverkehrs- und Tiefbauamt, Personal- und Organisationsamt und Revisionsamt sowie der Fachbereich Zentrale Bußgeldstelle des Regierungspräsidiums Kassel, das Polizeipräsidium Nordhessen und die Polizeiakademie Wiesbaden.

Künftig soll das Prüfschema auch genutzt werden, wenn etwa Ortsbeiräte die Aufstellung von Blitzgeräten beantragen.

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