Gerüchte treiben Kurs von K+S: Startet Potash neuen Übernahmeversuch?

Kassel. Die seit Wochen um 24 Euro dümpelnde Aktie des Kasseler Kali- und Salzproduzenten K+S hat Mittwoch in der Spitze einen Kurssprung von 8,7 Prozent auf 26,16 Euro gemacht.

Am Abend ging sie mit einem Plus von 7,67 Prozent auf 25,91 Euro aus dem Handel. Der Grund für diesen heftigen Ausschlag: Neue Übernahmespekulationen des Wirtschaftsinformationsdienstes „Platow Brief".

Er will erfahren haben, dass der kanadische Rivale Potash, der nach erbittertem Widerstand des Kasseler Unternehmens, der Belegschaft und Gewerkschaft sowie der Regierungen der fünf betroffenen Bundesländer erst im Oktober ein freundliches Übernahme-Angebot über 41 Euro je Aktie zurückgezogen hatte, im Frühjahr einen neuen Übernahmeversuch startet. Quellen nennt der Dienst nicht.

Seine These begründet er damit, dass K+S im nächsten Jahr sein neues Kali-Bergwerk in Kanada, direkt vor der Nase von Potash, in Betrieb nehmen wird und damit für erhebliche Verwerfungen auf dem von einheimischen Konzernen kontrollierten nordamerikanischen Markt sorgen dürfte.

Ein K+S-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren. Aus Branchenkreisen hieß es, es lägen keinerlei Hinweise auf eine neue Attacke durch Potash vor.

Tätsächlich können die Kanadier jederzeit ein neues, niedrigeres Angebot unterbreiten. Denn seit dem Frühjahr hat das K+S-Papier etwa ein Viertel seines Werts verloren.

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Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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