Stadt will Mehrheitsanteil halten

Gesundheit Nordhessen Holding: Sicherheit für Beschäftigte auch 2016

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Gehört zur GNH: Das Klinikum Kassel.

Kassel. Der Zukunftssicherungsvertrag – kurz Zusi – für die rund 4800 Beschäftigten der Gesundheit Nordhessen Holding (GNH) soll bis Ende 2016 verlängert werden.

Dafür haben sich am Mittwoch die Mitglieder des Finanzausschusses mit großer Mehrheit – gegen die Stimmen der Kasseler Linken ausgesprochen.

Zur GNH gehören das Klinikum Kassel mit dem Medizinischen Versorgungszentrum ZMV, die Kreiskliniken in Hofgeismar und Wolfhagen, das Krankenhaus Bad Arolsen, die Kassel School of Medicine, die Reha-Zentren am Klinikum Kassel und in Kassel-Wilhelmshöhe, die Seniorenwohnanlagen Kassel (SWA) mit ambulantem Pflegedienst und die Service-Gesellschaft ökomed.

Die Stadt Kassel hält 92,5 Prozent an der GNH, 7,5 Prozent der Landkreis Kassel. Mit dem Vertrag erklärt die Stadt, dass sie bei entsprechender wirtschaftlicher Entwicklung bis Ende 2017 die Aktienmehrheit halten und der Zukunftssicherungstarifvertrag zwischen Holding und der Gewerkschaft Verdi bis Ende 2016 geschlossen wird.

Christian Geselle (SPD)

Bei der GNH-Gründung 2002 wurde zwischen Stadt und Gewerkschaft dieser besondere Tarifvertrag vereinbart, der eine Absenkung der Mitarbeiter-Bezüge für die Jahre 2007 bis 2015 von im Schnitt 5,3 Prozent vorsah. Werden Gewinne erzielt, wird das einbehaltene Geld ausbezahlt. Nach Angaben der Stadt betrug über die Jahre hinweg die durchschnittliche Rückzahlungsquote 83,3 Prozent. Im Gegenzug verzichtet die GNH auf betriebsbedingte Kündigungen.

Nun soll der Zukunftssicherungsvertrag für die GNH AG und ihre Tochtergesellschaften (mit Ausnahme SWA GmbH und Kassel School of Medicine) verlängert werden. „Ein klares Bekenntnis zur öffentlichen Daseinsvorsorge und zu den Mitarbeitern sieht anders aus“, meinte Mirko Düsterdieck, Stadtverordneter der Kasseler Linken.

Die Kritik wies Stadtkämmerer Christian Geselle (SPD) zurück. „Es ist gerade ein Bekenntnis, dass wir die Anteilsmehrheit behalten wollen.“ Die GNH habe in den vergangenen sieben Jahren hervorragende Ergebnisse erzielt und damit als kommunaler Kraneknhauskonzern ein Alleinstellungsmerkmal.

Die Erträge seien aber rückläufig, daher sei ein mittel- bis längerfristiges Umdenken nötig, um das Klinikum in städtischer Hand zu behalten. Geselle: „Das Klinikum muss schwarze Zahlen schreiben.“ Ein Baustein dafür sei der Zukunftssicherungsvertrag.

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