Kasseler Dienststelle durch Abordnungen belastet

Gewerkschaft: Bundespolizei in Kassel fehlt Personal

Kassel. Die Bundespolizei in Kassel kann bald ihre Aufgaben nicht mehr ordnungsgemäß erfüllen. Das befürchtet zumindest die Kreisgruppe Kassel (Bundespolizei) der Gewerkschaft der Polizei (GdP).

Zahlreiche Stellen seien nicht besetzt und immer mehr Bundespolizisten würden gegen ihren Willen zu den Flughäfen Frankfurt und München abgeordnet, so Thomas Weichert, Vorsitzender der GdP Kreisgruppe Kassel, in einer Pressemitteilung. „Bei den rund 240 Dienstposten bei der Inspektion Kassel fehlen dort circa 60 Polizeivollzugsbeamte. In den nächsten Jahren gehen etwa 100 weitere Kollegen in den Ruhestand.“

Thomas Weichert

Schon heute sei die Bundespolizei oft auf Unterstützung von Dienststellen der Landespolizei angewiesen. „Unsere Kernaufgabe in Kassel ist der Schutz der Bevölkerung, mit einer umfassenden Präventionsarbeit und frühzeitiger Gefahrenabwehr“, so Weichert. Ohne ausreichend Personal würden Bahnhöfe für Reisende zu Angsträumen. Daher fordere die GdP auch, dass die Zwangsabordnungen zu anderen, weit entfernt liegenden Dienststellen der Bundespolizei beendet werden.

Es sei kein Geheimnis, dass die Kasseler Dienststelle durch Abordnungen belastet sei, sagt Klaus Arend, Sprecher der Bundespolizeiinspektion Kassel, am Freitagnachmittag in einer ersten Stellungnahme. „Trotzdem können wir unsere Arbeit noch machen.“ Die Kasseler Bundespolizei sei „belastet, aber nicht überlastet“.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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