Bauarbeiten starten im April

Gymnasium kommt später: Internationale Schule verschiebt geplante Erweiterung

Vorerst bleibt es beim Grundschulbetrieb: Die Internationale Schule auf der Marbachshöhe wird erst 2017 zum Gymnasium erweitert. Baustart für den Anbau soll aber noch in diesem Frühjahr sein. Foto: Schachtschneider

Kassel. Die Internationale Schule auf der Marbachshöhe tritt bei den Plänen für den Ausbau zur weiterführenden Schule auf die Bremse: Die Eröffnung des Gymnasiums wird um ein Jahr verschoben.

Eigentlich war geplant, dass bereits ab kommendem Sommer die 5. Klasse des Gymnasiums startet. Nun soll es zum Schuljahr 2017/18 losgehen, wie der Schulträger Swiss International School (SIS) gestern mitteilte. Bis dahin bleibt es beim Grundschulbetrieb. Das bedeutet, die Viertklässler, die diesen Sommer an der Internationalen Schule fertig werden, müssen auf andere weiterführende Schulen wechseln.

Sebastian Koch

Noch zu Jahresbeginn hatte die SIS einen Start zum kommenden Schuljahr angepeilt - dann hätten die Viertklässler die SIS nahtlos weiterbesuchen können bis zum internationalen Abitur. Damals hieß es, für endgültig grünes Licht müssten noch Details zum Grundstück und dem geplanten Anbau geklärt werden. Auch die Genehmigung des Staatlichen Schulamts für den Gymnasialzweig stand noch aus.

Inzwischen konnten die noch offenen baulichen Fragen geklärt werden, heißt es in einer Pressemitteilung der SIS. Mitte April sollen die Bagger anrücken. „Auch wenn wir uns sehr freuen, dass die Bauarbeiten nun beginnen, hat uns diese Nachricht leider recht spät im Schuljahr erreicht“, sagte Schulleiter Sebastian Koch. Auch um Klarheit für die Eltern zu schaffen, habe man entschieden, den Start des Gymnasiums um ein Jahr zu verschieben.

„Uns war es wichtig, dass wir mit guter Qualität in die fünfte Klasse starten können“, sagte SIS-Geschäftsführerin Ann-Christin Werner. 2017 sei der Neubau samt Turnhalle bereits fertig, sodass man auf die zunächst angedachte Übergangslösung im bestehenden Grundschulgebäude verzichten könne. Mit der noch nicht vorliegenden Genehmigung der Schulbehörden für das neue Gymnasium habe die Verschiebung nichts zu tun, betonte Werner.

Ann-Christin Werner

Das zweisprachige Gymnasium soll zunächst mit einer 5. Klasse starten und dann Jahr für Jahr um einen Jahrgang wachsen bis zur 12. Klasse. Wie in der Internationalen Grundschule, die 2014 eröffnet hatte, soll der Unterricht zu gleichen Teilen auf Deutsch und Englisch stattfinden. Geplant ist, dass an dem Gymnasium neben dem Abitur auch ein international anerkannter Abschluss (International Baccalaureate Diploma) abgelegt werden kann. Die zehn jetzigen Viertklässler werden von diesem Angebot nicht mehr profitieren. Sie werden nun auf andere Schulen wechseln. Laut Schulleiter Koch war die Hälfte der Viertklässler für die fünfte Klasse unverbindlich vorangemeldet, zudem habe es einige externe Interessenten gegeben. Die Familien hätten sich mit wachsenem Zeitdruck aber parallel um Alternativen bemüht.

Fünf Schulen in Deutschland

Die SIS Swiss International School gGmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Schweizer Kalaidos-Bildungsgruppe und der Klett-Gruppe in Stuttgart. Die SIS betreibt in der Schweiz, in Deutschland und Brasilien insgesamt 15 private Ganztagsschulen mit zweisprachigem Unterricht in Deutsch und Englisch. Kassel ist der fünfte Schulstandort der SIS in Deutschland. Das Schulgeld ist nach dem Familieneinkommen in 16 Stufen von 105 Euro bis 1050 Euro pro Monat gestaffelt. Die Firma Wintershall finanziert jährlich zehn Stipendien für Kinder aus einkommensschwachen Familien.

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