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Halit-Haltestelle: CDU will Umbenennung stoppen

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Kassel. Die Kasseler CDU-Fraktion fordert die Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) auf, die Haltestelle Mombachstraße nicht nach dem Mordopfer Halit Yozgat umzubenennen.

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Der 21-Jährige war im April 2006 unweit der Haltestelle in seinem Internetcafé von Mitgliedern der rechtsextremen Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) erschossen worden.

In der anhaltenden Diskussion über die Umbenennung der Haltestelle in „Halitplatz/Phillip-Scheidemannhaus“ habe sich die Kasseler CDU-Fraktion bereits klar dagegen ausgesprochen.

„Darüber hinaus sind wir der Auffassung, dass dem offensichtlichen Willen einer großen Mehrheit in unserer Stadt, die Haltestelle nicht umzubenennen, entsprochen werden sollte“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Norbert Wett. Die Partei habe selten so viele Briefe und Emails zu einem Thema bekommen.

Norbert Wett
Norbert Wett

Daher habe sich die CDU-Fraktion in einem Brief an die KVG gewandt mit der Bitte, von dem Vorhaben abzusehen. „Auch wenn es im Magistrat der Stadt eine Mehrheit für die Umbenennung gibt, so können wir es nicht widerspruchslos hinnehmen, dass Oberbürgermeister Hilgen über die Köpfe und gegen den Willen der Bürger solche Dinge „durchdrücken“ will, sagt Wett. „Wenn Oberbürgermeister Hilgen und die rot-grüne Mehrheit im Rathaus in dieser Sache offensichtlich nicht mehr zu stoppen sind, setzen wir nun unsere Hoffnung auf die KVG, die letztendlich die Namen ihrer Haltestellen selbständig bestimmen kann.“ 

Die KVG wird der CDU allerdings einen Korb geben: „Die Umbenennung der Haltestelle entspricht dem Mehrheitsvotum des Magistrats“, sagt KVG-Sprecherin Heidi Hamdad. „Als kommunales Unternehmen entsprechen wir diesem Mehrheitsvotum.“

Dem Vernehmen nach haben nur die CDU-Mitglieder im Kasseler

Aktualisiert um 16.55 Uhr.

Magistrat bei der nicht öffentlichen Sitzung am Montag gegen die Umbenennung der Haltestelle gestimmt.

Als Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) den Mitgliedern des Ältestenrats am 8. Oktober mitgeteilt hat, dass er die Haltestelle umbenennen will, soll es nach Informationen der HNA allerdings keinen Widerspruch gegeben haben.

An der Runde in der Pause der Stadtverordnetenversammlung vor vier Wochen nahmen auch die Christdemokraten Georg Lewandowski und Norbert Wett teil. Wett erklärte am Mittwochnachmittag gegenüber der HNA, dass er sich nicht mehr ganz genau an seine eigene Reaktion auf Hilgens Vorschlag erinnern könne. „Ich meine aber, ich hätte meine Bauchschmerzen mit einer Grummel-Bemerkung zum Ausdruck gebracht“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende. (use)

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