Hafenbrücke war in der Nacht zu Mittwoch gesperrt

Neuer Film mit Heino Ferch: Dreharbeiten in Kassel haben begonnen

Dreh einer schmerzhaften Geburt: Maskenbildnerin Mandy Steiger (von links) verschmiert das Makeup von Schauspielerin Eva-Maria Sommersberg. Regisseur Stefan Venator und Kameramann Stephan Wieder begutachten die Arbeit. Foto:  Koch

Kassel. Filmemacher Stefan Venator und sein Team drehen in Kassel. Dafür wurde in der Nacht zu Mittwoch die Hafenbrücke gesperrt.

Dreharbeiten am Entenanger: Die Kneipe „Stadt Stockholm“ bietet ein Ambiente im Stil der 1980er-Jahre.

Auf dem Nachttisch liegen ein Zauberwürfel und bunter, billiger Modeschmuck. Daneben steht eine Lavalampe. An dem weißen kitschigen Bettgestell hängen bunte Tücher. Gegenstände, die in den 1980er-Jahren im Zimmer von wohl so manchem Mädchen zu finden waren. In dem Bett liegt eine junge schwangere Frau, die offensichtlich große Schmerzen hat. Sie wimmert und stöhnt. Die nackte Angst steht der Schauspielerin Eva-Maria Sommersberg ins Gesicht geschrieben.

„Und bitte“, sagt der Kasseler Filmemacher Stefan Venator am Mittwochnachmittag bei den Dreharbeiten in einem Haus am Hühnerbergweg in Harleshausen. Dort hat das Filmteam das Schlafzimmer im Stil der 80er eingerichtet und die schmerzhafte Geburt eines Babys gedreht.

Venator wünscht sich von Schauspielerin Eva-Maria Sommersberg von Beginn an noch mehr Angst und Schmerz. Die Szene wird erneut gedreht. Venator ist nicht Regisseur, sondern auch Drehbuchautor des Kinofilms „In einere dunklen Nacht“.

Am Montag dieser Woche haben in Kassel die Dreharbeiten für den Thriller begonnen, der voraussichtlich im September 2017 in die Kinos kommen soll. Die Szenen, die in dieser Woche gedreht werden, spielen ausschließlich in den 1980er-Jahren. Ab Februar 2017 beginnt dann der Hauptdreh in Kassel.

Heino Ferch

Dann wird auch Hauptdarsteller Heino Ferch, der einen Kommissar spielt, vor Ort sein. Und dieser Kommissar muss sich in dem Thriller mit einer Entführerin auseinandersetzen (siehe Hintergrund). In den Szenen, die vor rund 30 Jahren angesiedelt sind, geht es um die ersten Lebensjahre der Entführerin, verrät Venator.

Nicht nur Möbel und Kleidung aus den 80er-Jahren mussten als Requisiten zusammengetragen werden. Das Team organisierte auch 30 Jahre alte Autos. „An denen mussten die Kennzeichen ausgetauscht werden“, sagt Venator.

Hafenbrücke gesperrt 

Für eine Autoszene wurde in der Nacht zu Mittwoch die Hafenbrücke für eine Stunde gesperrt. „Das Ordnungsamt hat uns dabei sehr gut unterstützt“, sagt Venator. Zudem hat das Filmteam auf der Schillerstraße unweit des illegalen Straßenstrichs, am Müllheizkraftwerk, in einem Industriegebiet in der Nähe von Salzmann sowie in der Gaststätte „Stadt Stockholm“ am Entenanger gedreht. Diese Kneipe habe sich angeboten, da es dort noch wie in den 80er-Jahren aussieht, sagt Venator. Die Komparsen, die sich für den Dreh zur Verfügung gestellt haben, mussten einfach nur die passende schrille Kleidung aus dieser Zeit anziehen.

Die erste Woche sei für das Team, das je nach Bedarf aus zwischen 15 und 20 Leuten besteht, sehr hart gewesen, sagt Venator. Die Dreharbeiten hätten oft bis tief in die Nacht gedauert.

Der 55-jährige Venator tritt auch als Produzent auf, um bei den Dreharbeiten unabhängig zu bleiben. Sein einziger Koproduzent ist die Kasseler Filmproduktion 24frames, deren Kameramann Stephan Wieder den Film dreht und anschließend schneiden wird.

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