Ortsbeirat fordert das seit Langem

Harleshausen: Stadt will Parkplätze für Friedhofsbesucher schaffen

Bei Trauerfeiern reiht sich Auto an Auto: An der Wegmannstraße am Friedhof Harleshausen sollen nächstes Jahr voraussichtlich Parkplätze für Friedhofsbesucher entstehen. Das fordert der Ortsbeirat Jungfernkopf seit Jahren. Fotos: Koch

Harleshausen. Das Problem besteht seit über 30 Jahren: Am Friedhof Harleshausen kommt es im Bereich der Kappelle an der Wegmannstraße bei größeren Trauerfeiern zu Parkproblemen.

Weil es dort keine Besucherparkplätze gibt, parken die Gäste die umliegenden Straßen und Gehwege zu. Immer wieder hat der Ortsbeirat Jungfernkopf Abhilfe gefordert – jetzt kommt Bewegung in die Sache.

Derzeit wird im Rathaus an einer Vorplanung für einen Parkplatz am Friedhof gearbeitet. „Es ist vorgesehen, Haushaltsmittel zum Umsetzung des Projekts zum Haushalt 2017 anzumelden“, heißt es in einer Mitteilung an den Ortsbeirat. Noch sei es zu früh, um die Höhe der Kosten abzuschätzen, sagte Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) auf Anfrage der HNA. Voraussetzung für den Bau des Parkplatzes sei, dass der finanzielle Aufwand im Rahmen bleibe. Sobald die Pläne konkret seien, werde man das Vorhaben im Ortsbeirat vorstellen.

„Wir hoffen, dass die Anwohner am Friedhof bald aufatmen können“, sagte Christian Unverzagt (SPD), Ortsvorsteher am Jungfernkopf gegenüber der HNA. Wenn es größere Beerdigungen gebe, würden mitunter Einfahrten zugeparkt und Autos auf dem Bürgersteig abgestellt. Nicht nur für die Anlieger, sondern auch die Friedhofsbesucher sei die Situation unbefriedigend. Es sei erfreulich, dass die Stadt sich der Sache nun annehmen. „Damit haben wir nach so vielen Jahren kaum noch gerechnet“, so der stellvertretender Ortsvorsteher Heyne von Dossow.

1982 war die neue Friedhofskapelle an der Wegmannstraße eröffnet worden. Seither wurde auch eine Wiese westlich der Kapelle für mögliche Parkplätze freigehalten – ohne dass sich etwas tat. „Die Beschwerden wegen wildem Parkverkehr kennen wir seit 30 Jahren“, sagt Jürgen Rehs, Leiter der Friedhofsverwaltung. Allerdings komme es nicht bei jeder Bestattung, sondern bei größeren Gesellschaften zu Problemen. Generell nehme die Zahl der Trauergäste eher ab.

Stau an alter Kapelle

Die Friedhofskapelle wurde 1982 an der Wegmannstraße neu gebaut. Die alte Kapelle am Stockweg wird von einem Verein noch für Kulturveranstaltungen genutzt.

Auch im unteren, nach Harleshausen gelegenen Teil des Friedhofs kommt es mitunter zu Parkchaos – allerdings nicht wegen des Friedhofsbetriebs, sondern bei Abendveranstaltungen in der ehemaligen Kapelle am Stockweg. Dort befindet sich neben der Friedhofsgärtnerei zwar eine Stellfläche für etwa acht bis zehn Fahrzeuge. Diese reichen aber oftmals nicht aus, wenn in der alten Kapelle, die von einem Verein bewirtschaftet wird, Veranstaltungen stattfinden. Zuletzt kamen am vergangenen Samstag vor einem Auftritt des Ensembles „Creatafera“ Besucher in Nöte bei der Parkplatzsuche. Die enge Straße war verstopft, der Konzertbeginn verzögerte sich. Friedhofsgärtner Holger Geister, der auch direkt neben der Kapelle wohnt, kommt in solchen Situationen manchmal nicht mehr mit dem Auto von seinem zugeparkten Grundstück weg.

Im Bereich am Stockweg sind allerdings keine weiteren Parkplätze vorgesehen. Wer mit dem Auto zu einer Veranstaltung in der Kapelle kommt, muss also auch künftig einen Puffer für die Parkplatzsuche einplanen.

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