Erhaltung des Bombardier-Werks in Kassel: Geschlossen gekämpft

Kassel. Das Kasseler Bombardier-Lokwerk ist gerettet und mit ihm die Stellen der 800 Beschäftigten. Ein Kommentar dazu von José Pinto.

Aufatmen in Kassel und der Region: Der traditionsreiche Lokbaustandort, der drei Monate auf der Kippe stand, ist gerettet und mit ihm gut 800 Jobs. Das ist das Verdienst einer kämpferischen Belegschaft und Gewerkschaft, aber auch vieler Politiker und Strippenzieher in der Region, die sich mit Ge- und Entschlossenheit für den Erhalt des traditionsreichen Werkes eingesetzt haben.

Was hat nun das Management in den vergangenen Tagen bewogen, von seinen absurden Schließungsplänen abzurücken und Kassel zu erhalten? Einerseits der unerwartet starke politische und mediale Druck, der so manchen in Berlin überrascht hat, andererseits die Drohkulisse der Deutschen Bahn. Denn der größte Kunde hat nicht irgendwelche Loks, sondern solche aus Kassel geordert, weil er weiß, was er hier für sein Geld bekommt.

Aber alles hat seinen Preis. Kassel muss in Sachen Produktivität eine ordentliche Schippe drauflegen. Die Vorgaben sind sportlich. Die rührigen Lokbauer werden sie erfüllen. Sie haben schon ganz andere Dinge gestemmt.

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