OB Hilgen: Gespräche mit Eigentümer über Mietverträge laufen

Hoffnung für das Henschelgelände im Kasseler Stadtteil Rothenditmold

Ein Stück Industriegeschichte: Die ehemaligen Hallen des Henschelgeländes in Rothenditmold sind denkmalgeschützt und gut erhalten. Zahlreiche Nutzer haben ein Interesse daran, dass das Areal nicht verfällt. Foto: Rampfel

Rothenditmold. Auf dem ehemaligen Henschelgelände in Rothenditmold tut sich endlich etwas. Es gebe sehr erfolgversprechende Gespräche mit dem Eigentümer des früheren Produktionsstandortes, sagte Oberbürgermeister und Kulturdezernent Bertram Hilgen (SPD) im jüngsten Kulturausschuss.

Seit Monaten sei man in Kontakt und mit dem Immobilienverwalter Grand City Property. Jetzt zeichneten sich greifbare Ergebnisse für eine künftige Nutzung ab.

Hilgen reagierte damit auf einen Vorstoß der CDU. Man wolle, dass der Magistrat die Entwicklungsmöglichkeiten für das Gelände prüft, begründete Marcus Leitschuh den Antrag. Ziel müsse ein städteplanerisches Gesamtkonzept sein, das mit privaten Investoren umgesetzt werden könne. Das 100 000 Quadratmeter große Gelände an der Wolfhager Straße mit seinen denkmalgeschützten Hallen sei einzigartig und erhaltenswert. Auch im Zusammenhang mit einer zweiten Bewerbung Kassels als europäische Kulturhauptstadt biete das Gelände viele Möglichkeiten.

Bislang war es allerdings so, dass viele der aktuellen Nutzer große Sorgen haben, ob sie weiter Mieter sein können. Das gilt sowohl für das ehrenamtlich betriebene Technikmuseum bis zu den Kulturschaffenden im Netzwerk Hammerschmiede. Auch der Skaterverein Mr. Wilson und das Henschelmuseum sind auf dem Gelände beheimatet.

Das soll nach Angaben von Hilgen auch so bleiben. Die Stadt habe ein Interesse daran, dass die verschiedenen Initiativen das Gelände weiternutzen können. Auch für die Bewilligung von Fördermitteln der EU sei die weitere Entwicklung des Areals wichtig.

Dazu soll ein gemeinsamer Workshop von Planern der Stadt und Vertretern des Eigentümers beitragen, auf den man sich verständigt habe. Dabei soll es darum gehen, was auf dem Gelände mit seinen denkmalgeschützten Gebäuden möglich ist.

Denkbar wäre zum Beispiel Wohnungsbau. Man sei für vieles offen, sagte Hilgen, machte aber klar: „Es wird auf keinen Fall großflächigen Einzelhandel geben.“

Alle anderen Fraktionen unterstützten den Antrag der CDU. Die hatte unter anderem angeregt, dass das beengte Stadtarchiv aus dem Marstallgebäude in der Innenstadt auf das Gelände umziehen könnte. Leer stehende Hallen seien geeignete Lagerflächen für die Stadt. Insgesamt könne das Gelände nicht nur für die Kultur- und Gewerbeansiedlung genutzt werden, sondern auch ein Leuchtturm für die Bewerbung als Kulturhauptstadt werden.

Archiv-Video (2015)

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