Mit dem Stadtteil verbunden

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Johannis Kirche: Der Standort auf dem Opferberg wird mindestens seit dem 11. Jahrhundert für kirchliche Bauten genutzt.

Kassel. Denkt man an die Geschichte des Kasseler Stadtteils Wolfsanger, kommt man nicht an dessen berühmtesten Sohn vorbei: Holger Börner. Der spätere Hessische Ministerpräsident wurde in Wolfsanger geboren und blieb ganz bodenständig immer dort zu Hause.

Als gelernter Betonfacharbeiter war Börner gewerkschaftlich aktiv, wurde Betriebsratsvorsitzender der Kasseler Baufirma Hermanns und von 1956 bis 1972 Stadtverordneter. Neun Jahre davon als SPD-Fraktionsvorsitzender. Mit nur 26 Jahren wurde er in den Bundestag gewählt, war Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium und wurde 1976 zum Hessischen Ministerpräsidenten gewählt. Dieses Amt führte er zwei Jahre aus und zog sich dann aus der aktiven Politik zurück.

Handball-Gedächtnisturnier

In Kassel erinnert der Holger-Börner-Platz vor der Stadthalle an ihn, aber auch in Wolfsanger ist er unvergessen. Zu Ehren des vor zehn Jahren verstorbenen hessischen Ministerpräsidenten fand in diesem Jahr erstmals ein von der HSG Fuldatal/Wolfsanger und dem TSV Wolfsanger ausgerichtetes Handball-Gedächtnisturnier statt.

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Als Holger Börner 1931 in Wolfsanger geboren wurde, war das Dorf noch nicht eingemeindet. Das erfolgte erst 1936. Zu diesem Zeitpunkt existierte noch die Johannis Kirche, die 1725 von Landbaumeister Giovanni Ghezzi mit Unterstützung von Landgraf Karl an einem historischen Ort gebaut worden war. Hier gab es viele Jahre zuvor nicht nur die Johannis Kirche, sondern auch eine alte Feuer- und Opferstätte, die vermutlich der germanischen Göttin Ostara gewidmet war.

Wie viele andere Häuser im Wolfsanger fiel auch die Johannis Kirche dem Bombenangriff vom 3. Oktober 1943 zum Opfer. Sie wurde allerdings wieder aufgebaut. (zgi)

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