Dr. Kia Homayounfar ist neuer Chirurgie-Chef am Rot-Kreuz-Krankenhaus

Blick in eine Patientenakte auf der Station: PD Dr. Kia Homayounfar im Gespräch mit Mitarbeiterin Anika Müller. Foto: Heise-Thonicke

Kassel. Privatdozent Dr. Kia Homayounfar ist der neue Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie (Bauchchirurgie) am Rot-Kreuz-Krankenhaus. Von der neuen Wirkungsstätte ist er beeindruckt.

„Das ist hier noch eine richtige chirurgische Klinik“, staunte Privatdozent Dr. Kia Homayounfar über das große Spektrum der allgemeinen Chirurgie. Der 44-Jährige hat kürzlich die Nachfolge von Prof. Dr. Rudolf Hesterberg angetreten, der die Klinik 22 Jahre lang geleitet hatte.

Homayounfar freut sich, mit einem „extrem kompetenten Team“ arbeiten zu können, dem unter anderem fünf Oberärzte angehören. Dabei nennt er auch die großen Erfahrungen und die innovative Arbeit in der Behandlung von Darmkrebs, chronischen Darmerkrankungen und Enddarmerkrankungen. Da er sich als zuletzt Leitender Oberarzt am Universitätsklinikum Göttingen stark auch mit Darmtumoren beschäftigt habe, „passt das alles gut zusammen“.

Dazu möchte Homayounfar den Bereich der endokrinen Chirurgie, also Operationen an hormonbildenden Drüsen, ausweiten. Die Operationen von Tumoren an inneren Organen sind ein großes Steckenpferd des neuen Chefarztes, dessen wissenschaftlicher Schwerpunkt die Leberchirurgie war. So sollen am RKH künftig auch komplizierte Operationen an der Leber und der Bauchspeicheldrüse angeboten werden, „damit Patienten, die erkrankt sind, nicht woanders hingehen müssen“.

Ziel sei es, den Bereich der chirurgischen Behandlung von Krebserkrankung weiterzuentwickeln. Und hier könne die Klinik mit hoher Qualität in Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen im Haus unterschiedliche Verfahren und mehrstufige Behandlungskonzepte anbieten. Dabei auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten einzugehen, ist dem Facharzt für Viszeralchirurgie und spezielle Viszeralchirurgie außerordentlich wichtig. „Manchmal sind es nur ganz kleine Dinge“, sagt Homayounfar.

So möchte er, dass in jedem Patientenzimmer weiße Tafeln angebracht werden, mit deren Hilfe der behandelnde Chirurg per Zeichnung die geplante Operation erklären kann. Auch die Kommunikation mit den zuweisenden beziehungsweise weiterbehandelnden Ärzten ist ihm sehr wichtig. „Es geht nur darum, dass die Behandlung für den Patienten gut läuft. Daran müssen wir gemeinsam arbeiten.“ Die Patienten müssten immer das Gefühl haben, dass das maximal Mögliche für sie getan werde.

Mit offensichtlich großem Spaß kniet sich der 44-Jährige in diese neue Aufgabe. Dabei ist er schon jetzt voll des Lobes für die engagierten Klinikkollegen.

Und er freut sich darauf, mit seiner Frau und den drei Kindern künftig in Kassel zu leben. „Kassel ist eine super Stadt“, schwärmt der Opern-Fan, der auch gern kocht und mit der Familie Golf spielt. Das, so sagt er, könne er aber nicht gut.

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