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Indische Wissenschaftlerin erhält Kasseler Bürgerpreis

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Vandana Shiva

Kassel. Die Inderin Vandana Shiva, eine Kämpferin gegen Agro-Industrie und für Menschenrechte, wird mit dem Kasseler Bürgerpreis „Das Glas der Vernunft“ geehrt.

Die Trägerin des alternativen Nobelpreises (1993) werde ausgezeichnet, weil sie mit kreativen Alternativen, mit Vernunft und Engagement zur Erhaltung der Lebensgrundlagen der Menschheit beitrage, sagte Bürgerpreis-Vorstand Hansjörg Melchior am Mittwoch in Kassel. Der zum 22. Mal vergebene Preis ist mit 10 000 Euro dotiert und soll Shiva am 23. September in Kassel überreicht werden.

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Die Laudatio hält der frühere Bundesumweltminister und ehemalige Umweltdirektor der Vereinten Nationen, Klaus Töpfer (CDU). Melchior würdigte die promovierte Physikerin als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten weltweit. Sie stelle radikal die Frage nach dem Verhältnis des Menschen zur Natur und habe für Veränderungen in Landwirtschaft und Ernährung gekämpft. Mit Kampagnen habe sie Akzente gegen Biotechnologie, Bioethik und Gentechnik gesetzt. Der Bürgerpreis geht an Menschen, die sich für die für die Überwindung ideologischer Schranken sowie für Vernunft und Toleranz einsetzen.

2011 war der britische Tänzer und Choreograph Royston Maldoom ausgezeichnet worden. Erster Preisträger war im Jahr 1991 der frühere Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP). Auch der Violinist Yehudi Menuhin (1993), das Künstlerehepaar Christo und Jeanne-Claude (2000) und der heutige Bundespräsident Joachim Gauck (2009) erhielten „Das Glas der Vernunft“. (dpa)

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