Schreinerei und Bestattungsinstitut Wähner & Röllke

120 Jahre in Kirchditmold

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Schreinerei Wähner 1929: In der Mitte Walter Wähner, vorn links der zehnjährige Hans Wähner, der spätere „singende Schreinermeister“

Im Jahr 1896 gründete der gebürtige Kirchditmolder Wilhelm Preißel in der Riedelstraße eine Schreinerei. Sein Sohn fiel im Ersten Weltkrieg, so dass der Schwiegersohn Walter Wähner den Betrieb nach dem Tod des Gründers übernahm.

Er stammte aus einer Schreinerfamilie in Straßburg/Uckermark und hatte seine Frau Marie als Soldat im Lazarett in Kirchditmold kennengelernt. Walter Wähner machte sich nicht nur als Möbelschreiner einen Namen, sondern auch als Vorstandsmitglied der Schreinerinnung sowie als Lehrlings- und Kreislehrlingswart. Als langjähriges Mitglied der Prüfungskommission wurde er zum Ehrenmeister ernannt.

Bestattungsinstitut

1965 übernahm sein Sohn Hans Wähner im Alter von 46 Jahren das Unternehmen. Er gründete das Bestattungsinstitut. Wie sein Vater war er viele Jahre im Innungsvorstand als Lehrlingswart und Vorsitzender des Gesellenprüfungssauschusses tätig. Da sein Hobby das Singen war, wurde er auch als der „singende Schreinermeister“ bekannt. Bei seinen Auftritten sammelte er Geld für gemeinnützige Zwecke, zum Beispiel der Tierschutz oder die SOS-Kinderdörfer.

Neue Gesellschafter

1981 nahm Hans Wähner die Brüder Fritz und Dieter Röllke als Gesellschafter mit in die Firma, die nun Wähner & Röllke GmbH hieß. Deren Geschäftsführung blieb bei Hans Wähner. Die Söhne der Röllkes lernten im Betrieb. Ingeburg Deist, geborene Wähner, übernahm 1985 die Büroarbeiten und war außerdem für die Bestattungen zuständig.

Neue Geschäftsführerin

1998 zog sich Fritz Röllke aus dem Geschäft zurück, sein Bruder Dieter übernahm die Werkstattleitung. Als Hans Wähner sich aus Altersgründen von der Geschäftsführung zurückziehen wollte und Dieter Röllke Anfang 2013 überraschend verstarb, wurde die langjährige Buchhalterin Helga Nolte zur Geschäftsführerin ernannt.

Für die Wähner & Röllke GmbH arbeiten heute am angestammten Platz in Kirchditmold vier Tischler. Ralf Röllke, der Sohn von Fritz Röllke, begann hier im Jahr 1978 seine Lehre.

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Manfred Wetzel, der 1966 seine Ausbildung hier begann, ist zwar seit 2015 in Rente, jedoch immer noch teilweise für die Firma tätig. 2015 wurden die Tischlergesellen Mike Wilhelm und Jan Stückrath eingestellt, um den Fortbestand des Traditionsunternehmens zu sichern. Bau- und Möbelschreinerei, Fenster- und Türmontagen und Reparaturen gehören zum Angebot der Schreinerei, die auch beim Denkmalschutzamt gelistet ist.

Die Hilfe für Trauernde steht im Mittelpunkt der Arbeit des Bestattungsinstitutes, das Helga Nolte verantwortet: „Wir stehen dafür, dass die Sorgen und Nöte der Hinterbliebenen Berücksichtigung finden und bereiten eine individuelle Bestattung nach deren Wünschen.“ (pcj)

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