Junge Union: Eva Kühne-Hörmann muss zur OB-Wahl in Kassel antreten

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Kassel. Die Junge Union fordert, dass die CDU-Kreisvorsitzende und hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann Verantwortung übernimmt und zur Oberbürgermeisterwahl 2017 kandidiert.

Die Kandidatenfrage zur Oberbürgermeisterwahl in Kassel nutzt die Junge Union (JU) dazu, um Druck auf die Mutterpartei CDU auszuüben. „Nach dem Rückzug von Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) muss die Kasseler CDU-Kreisvorsitzende Eva Kühne-Hörmann nun konsequent selbst die Verantwortung übernehmen und zur OB-Wahl antreten“, fordert Dr. Martin Schröder, der Kreisvorsitzende der JU Kassel. Es würde keinen Sinn ergeben, über Jahre an der Spitze einer Partei zu stehen, „dann aber im entscheidenden Moment sich nicht der Herausforderung zu stellen“, meint Schröder.

Bekanntlich hat es in Kassel zwischen der Jungen Union und der CDU im Allgemeinen sowie zwischen Schröder und Kühne-Hörmann im Besonderen schon mehrfach Meinungsverschiedenheiten gegeben - zuletzt um die Kandidatenliste zur Kommunalwahl. Für die JU Kassel gebe es nur zwei Optionen, die dem Wähler vermittelbar seien, so Schröder: Entweder die Parteichefin und hessische Justizministerin Kühne-Hörmann tritt zur OB-Wahl an oder aber sie gibt einem neuen Team die Möglichkeit, nach einem Kandidaten Ausschau zu halten. Ein Kandidat müsse nicht zwingend CDU-Mitglied sein. „Benötigt wird ein Kandidat, der im ganzen bürgerlichen Lager die Zustimmung bekommen kann. Verlegenheitslösungen darf es nicht geben“, sagt Schröder.

Kreisvorsitzende Kühne-Hörmann hatte bereits angekündigt, dass die CDU nach der Sommerpause einen Kandidaten zur OB-Wahl präsentieren werde. Die CDU müsse nach den Verlusten bei den letzten Wahlen nun bei der Oberbürgermeisterwahl „alles auf eine Karte setzen“, betont JU-Vorsitzender Schröder. „Kassel benötigt dringend einen Politikwechsel, da Rot-Grün keine Mehrheit mehr in der Stadt hat.“

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