Investition von sechs Millionen Euro

27 Häuser an ICE-Trasse: Reihenhaus AG will am Jungfernkopf bauen

+
So soll es aussehen: Die Deutsche Reihenhaus AG will am Jungfernkopf im Bereich des Nordends 27 Häuser errichten. Sie sollen jeweils 116 Quadratmeter Wohnfläche haben. Das Bild zeigt eine vergleichbare Anlage in Würselen. 

Jungfernkopf. Auf einem brachliegenden Grundstück entlang der ICE-Strecke am Jungfernkopf sind erste Pflöcke eingeschlagen, Bäume mit roter Farbe offenbar zur Fällung markiert. Auf dem Areal am Nordend, das früher der Bahn gehörte, sollen 27 Reihenhäuser entstehen.

Hinter dem Projekt steht die Deutsche Reihenhaus AG aus Köln. Diese Woche wolle man den Bauantrag einreichen, bestätigte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage der HNA.

Im Stadtteil gibt es zu dem Vorhaben noch viele offene Fragen. Vor allem, wie das Baugelände erschlossen werden soll, treibt die Anwohner am Nordendweg und der Straße „Bei den Weidenbäumen“ um. Ortsbeirat und Anlieger fühlen sich nicht ausreichend informiert.

Investition: Sechs Mio. Euro

Nach Angaben der Deutschen Reihenhaus AG sollen auf dem knapp 1,5 Hektar großen Grundstück, das aber nur zum Teil als Bauland ausgewiesen ist, fünf Reihenhauszeilen mit insgesamt 27 Häusern errichtet werden. Diese sollen jeweils 116 Quadratmeter Wohnfläche bieten. Zudem sind 43 Parkplätze (davon 18 in Garagen) und 54 Fahrradstellplätze geplant. Insgesamt will das Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als sechs Millionen Euro in das Bauprojekt am Jungfernkopf investieren.

Die Erschließung solle über den Unteren Nordendweg erfolgen, sagte Sprecher Achim Behm. In der Verlängerung soll sich eine Zufahrtstraße in die Reihenhausanlage schlängeln. Eine Erschließung von der Straße „Bei den Weidenbäume“ sei nicht möglich gewesen, weil die beiden von dort abgehenden Stichstraßen in Privatbesitz sind.

Wie berichtet, war eine Bauvoranfrage zu dem Vorhaben vom Stadtplanungsamt bereits positiv entschieden worden - das heißt, die Stadt hat dem Bauträger bescheinigt, dass das Vorhaben grundsätzlich genehmigungsfähig ist.

Ortsbeirat will Informationen

Die Deutsche Reihenhaus AG hofft, dass sie bis zum Herbst das Baurecht hat. „Im Oktober würden wir gern loslegen“, sagte Behn. Wenn alles nach Plan verlaufe, könnten die Häuser 2017 bezogen werden. Mit der Vermarktung habe man aber noch nicht begonnen.

Der Ortsbeirat, der sich in seiner jüngsten Sitzung überrascht von den Vorbereitungen auf dem Grundstück zeigte, fordert nun eine zügige Information seitens der Stadt und des Investors.

„Wie 27 Reihenhäuser und dazu noch ausreichend Parkplätze auf diesen schmalen Streifen passen sollen, ist mir unbegreiflich“, sagte stellvertretender Ortsvorsteher Ludwig Vogt (SPD) im Hinblick auf das Baugrundstück.

Wichtig sei, dass das Neubauprojekt nicht zu Verschlechterungen für die Anlieger in den benachbarten Straße führe.

Lesen Sie auch zu diesem Thema: 

27 Reihenhäuser an ICE-Strecke im Jungfernkopf geplant

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.