Ortsbeirat besorgt wegen Unrat auf Geilebach-Gelände und Parksituation

Neubauten „Am Rande“ in Kassel-Jungfernkopf: Nachbarn pochen auf Ordnung

Erdmassen aufgeschüttet: Die Rohbauten an der Straße „Am Rande“ sind bereits fertig. Auf dem Gründstück zum Geilebach hin sieht es noch wild aus. Der Ortsbeirat fordert, dass der Bereich des Landschaftsschutzgebiets von Unrat befreit wird. Foto: Rudolph

Jungfernkopf. Die Bauarbeiten auf dem früheren Gärtnerei-Gelände am Jungfernkopf sind weit fortgeschritten. Im Doppelhaus ist der Innenausbau im Gange, für das danebenliegende dreiteilige Reihenhaus ist der Rohbau fertig.

Die Kasseler Firma IVS Gerhold, die auf dem Areal an der Straße „Am Rande“ über 1,6 Mio. Euro investiert, bereitet zudem noch den Bau eines freistehenden Einfamilienhauses vor.

Der Zustand der Baustelle sorgt unterdessen in der Nachbarschaft und im Ortsbeirat für Kritik. Im hinteren Teil des Geländes – der Bereich unmittelbar am Geilebach ist als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen – liegen noch Scherben und andere Reste der im Jahr 2013 abgerissenen Gewächshäuser. Anwohner und Ex-Ortsvorsteher Reinhold Reiß (SPD), heute nicht mehr Ortsbeiratsmitglied, sprach von einem „Trümmergrundstück“. Der Ortsbeirat forderte in einem einstimmigen Beschluss, dass der Unrat unverzüglich beseitigt werden müsse. Zudem müsse geklärt werden, ob die zu beobachtende Aufschüttung großer Erdmassen auf dem Gelände zulässig sei.

Auf Nachfrage der HNA sagte Bauunternehmer Klaus Gerhold, das Landschaftsschutzgebiet sei von den Arbeiten unberührt. Die Erde sei lediglich auf dem eigentlichen Baugrundstück aufgeschüttet worden. Sie diene dazu, das stark abschüssige Gelände zu terrassieren. Auch die vom Ortsbeirat geäußerte Befürchtung, die auf dem Gelände befindlichen Heizöltanks könnten nicht fachgerecht entsorgt worden sein, wies Gerhold zurück. Der TÜV habe die Arbeiten überprüft, die Nachweise könne er gern vorlegen.

Klaus Rolf Gerhold

Auch die Parksituation in der Straße „Am Rande“ beschäftigt die Anwohner. Die Straße sei schon jetzt mitunter derart zugeparkt, dass größere Fahrzeuge mitunter nicht durchkämen. Gerade im Bereich der Neubauten sei die Straße sehr schmal, sagte Reiß. Deshalb müsse sichergestellt werden, dass die neuen Bewohner ihre Fahrzeuge auf dem Grundstück und nicht verbotener Weise am Straßenrand parkten. Der Ortsbeirat forderte die Stadt auf, zu überprüfen, dass dies erfüllt sei. Zudem komme es wegen wild parkender Baufahrzeuge häufig zu Problemen. Hier müsse die Stadt auf die Einhaltung der Parkregeln pochen.

Bauunternehmer Gerhold versicherte gegenüber der HNA, dass für jedes Haus ein Stellplatz vor dem Eingangsbereich vorgesehen sei. Bei den Doppelhaushälften und den Reihenendhäusern sei jeweils auch ein zweiter Stellplatz möglich. Allerdings sei man nicht bei allen Häusern mit der Gestaltung der Außenanlagen beauftragt, erklärte Gerhold. Wie und wie viele Parkplätze die Eigentümer anlegten, liege in deren Ermessen.

Für Unannehmlichkeiten durch die Baufahrzeuge bat Gerhold um Entschuldigung. Er bemühe sich, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. Laut Plan sollen die Reihenhäuser Ende des Jahres fertig sein.

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