Auf ehemaligem Bahn-Gelände

27 Reihenhäuser an ICE-Strecke im Jungfernkopf geplant

Teils zugewuchert: Auf einem Grundstück zwischen der Straße „Bei den Weidenbäumen“ und den Bahngleisen sollen offenbar 27 Reihenhäuser gebaut werden. Eine Bauvoranfrage hat die Stadt bereits positiv beschieden. Foto: Rudolph

Kassel. Am Jungfernkopf könnte bald eine neue Reihenhaus-Anlage entstehen. Für ein ehemaliges Bahn-Grundstück im Bereich „Bei den Weidenbäumen“ ist bei der Stadt Kassel eine Voranfrage für den Bau von 27 Reihenhäusern gestellt worden.

Diese sei vom Stadtplanungsamt positiv bescheiden worden, teilte Stadtsprecher Sascha Stiebing auf Anfrage der HNA mit. Das heißt, das Vorhaben hat grundsätzlich Aussicht auf Erfolg, wenn der Antragsteller eine Baugenehmigung beantragen sollt.

Angaben zu Grundstückseigentümer und Antragsteller machte die Stadt nicht, da diese dem Datenschutz unterliegen. Auch Details zu der Bauvoranfrage waren auf Nachfrage nicht zu erfahren: „Da wir uns aber in einem sehr frühen Verfahrensstand befinden, lassen sich noch keine weiteren Angaben machen“, so der Stadtsprecher.

Von der Bahn verkauft

Fest steht, dass das etwa 1,5 Hektar große, langgezogene Grundstück früher der Deutschen Bahn gehörte. Es liegt entlang der ICE-Strecke im rückwärtigen Bereich der Straße „Bei den Weidenbäumen“ – direkt an der Stadtgrenze zu Vellmar. Nach Angaben der DB wurde das Gelände bereits vor mehr als zehn Jahren an die Aurelis Real Estate GmbH verkauft. Das Immobilienunternehmen habe die Fläche am Jungfernkopf vor einiger Zeit weiterveräußert.

Fraglich ist, wie die dort geplante Häuserzeile zugänglich gemacht werden soll. Das Grundstück ist auf der einen Seite durch die Gleise begrenzt, auf der anderen befinden sich bereits Ein- und Mehrfamilienhäuser der Straße „Bei den Weidenbäumen“. Dem Vernehmen nach ist dem Bauherrn die Erschließung über zwei Stichstraßen nicht gelungen, daher soll sie nun offenbar vom Oberen Nordendweg aus erfolgen.

Kein Luxus-Projekt

Grundsätzlich sei es erfreulich, wenn Wohnraum im Stadtteil geschaffen werde, sagte Stadtverordneter Dr. Manuel Eichler, SPD-Stadtteilsprecher für den Jungfernkopf, der sich bei der Stadt über das Bauprojekt schon erkundigt hatte. Wie hoch der Bedarf sei, zeige sich, dass selbst eine „wenig ins Auge springende Ecke“ wie diese von Bauträgern ausgewählt werde. Luxus-Villen würden auf dem Grundstück sicherlich nicht entstehen, sodass man davon ausgehen könne, dass das angesprochene Klientel gut in den Stadtteil passe, so Eichler. Geklärt werden müsse – auch im Sinne der bereits ansässigen Bewohner – die Erschließung und Zuwegung des Baugrundstücks.

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