Abwehrschlacht gegen Potash kostet K+S zehn Millionen Euro

Kassel. Die Abwehrschlacht gegen die Übernahmepläne des kanadischen Konkurrenten Potash hat den Kasseler Kali- und Salzproduzenten K+S fast zehn Millionen Euro gekostet

Das bestätigte Unternehmenssprecher Michael Wudonig auf Anfrage der HNA. Bei diesem Betrag handelt es sich um externe Kosten für Juristen, Berater, Kommunikationsagenturen und die Investmentbank Goldman Sachs.

Wie berichtet, hatte Potash Anfang Juni den Kasselern ein Übernahme-Angebot unterbreitet. Die Kanadier waren bereit, 41 Euro je Aktie zu zahlen, wovon es 191,4 Mio. gibt. Einschließlich Schulden hätte das Geschäft ein Volumen von etwa neun Milliarden Euro gehabt. Das Management lehnte die Offerte als zu niedrig ab. Anfang Oktober ließ Potash infolge sinkender Kali-Preise und steigender Überkapazitäten, vor allem aber wegen des geschlossenen Widerstands gegen die Übernahme von K+S ab. Denn neben Management und Aufsichtsrat kündigten auch Belegschaft, Gewerkschaft, Regionen und die Politik der betroffenen Länder Hessen, Niedersachsen,Thüringen, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen über alle Parteigrenzen hinweg Widerstand gegen die Pläne an.

Unterdessen bewegen sich die gestern vorgelegten Neun-Monats-Zahlen im Rahmen der Erwartungen. Unterm Strich verdiente K+S 406 Mio. Euro – 36 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Rubriklistenbild: © HNA

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