Salzwasser-Versenkung war laut Steiner rechtmäßig

K+S: Es gab keine strafbaren Handlungen

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Norbert Steiner ist der K+S-Vorstandschef.

Frankfurt/Kassel. K+S-Vorstandschef Norbert Steiner sieht im Zusammenhang mit der Versenkung von Salzabwässern von 1999 bis 2007 in der Gerstunger Mulde in Thüringen „keine Hinweise auf strafbare Handlungen“ in seinem Hause.

Somit gebe es auch keine Veranlassung Rückstellungen für Strafzahlungen über bis zu 325 Million Euro zu bilden, wie es die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklage fordert.

Lexikonwissen:

K+S im Regiowiki

Die wirft dem Kasseler Kali- und Salzproduzenten Gewässerverunreinigung und unerlaubten Umgang mit Abfällen vor und hat neben Steiner auch dessen Vorgänger Ralf Bethke sowie zwölf weitere Manger angeklagt. Das Landgericht Meiningen muss nun über die Annahme der Klage entscheiden. „K+S ist unverändert der Überzeugung, dass die erteilte Genehmigung zur Versenkung von Abwässern rechtmäßig ist“, sagte Steiner am Donnerstag bei Bilanzvorlage in Frankfurt. Die Genehmigung erteilte das Thüringer Bergamt, weswegen die Anklage auch gegen drei Mitarbeiter der Behörde gerichtet ist.

Die trotz fallender Kali-Preise sehr gut ausfallenen Jahreszahlen gerieten angesichts der vielen Probleme, die K+S derzeit hat, in den Hintergrund. Der Umsatz stieg um neun Prozent auf fast 4,2 Milliarden, das Vorsteuerergebnis um 22 Prozent auf 781,6 Millionen Euro. Unterm Strich bleibt ein Reingewinn von 542,3 Mio. Euro. Damit bewegt sich K+S zwar am unteren Ende der Prognose, hat sich aber weit besser geschlagen als die Konkurrenz. Der Hauptversammlung wird eine Dividende von 1,15 Euro je Aktie vorgeschlagen - 25 Cent mehr als 2015.

Allerdings hat sich die Aussicht eingetrübt. Finanzvorstand Dr. Burkhard Lohr prognostizierte für 2016 ein moderates Umsatzminus sowie ein Ergebnis deutlich unter dem von 2015. Zahlen nannte er nicht.

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-K+S erreicht Prognosen knapp - Steiner: Keine strafbaren Handlungen

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