Pläne mit Bands zur documenta

Rokkeberg eröffnet am Ständeplatz: Kaffee trinken und einkaufen

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Gemütlich sitzen und Angebote zum Mitnehmen: Nico di Carlo (links) und Fabian Hilbich eröffnen am Ständeplatz das „Rokkeberg Coffee und Juice“. Die Räume sollen unter anderem mit den alten Holzbrettern gestaltet werden.

Kassel. Im Mai soll es losgehen: Das Rokkeberg gibt es dann nicht mehr nur im Vorderen Westen. Der Concept Store ist dann auch am Ständeplatz zu finden.

Läden mit einem ungewöhnlichen Konzept oder der Kombination mehrerer Angebote nennt man Concept-Stores. Das ist beispielsweise ein Frühstückscafé in dem auch Kleidung verkauft wird. Auch in Kassel erfreuen sich diese Stores immer größerer Beliebtheit.

Im Fall Rokkeberg wird das Angebot in den Räumlichkeiten des ehemaligen Coffee Stores am Ständeplatz ein anderes sein als im Vorderen Westen. Es soll mehr Angebote zum Mitnehmen geben. Beispielsweise frische Säfte und besonders gestaltete Kaffeespezialitäten kann man sich im neuen „Rokkeberg Coffee und Juice“ dann to go holen. Außerdem sollen Salate und Sandwiches und süße Kleinigkeiten angeboten werden, teilweise auch mit Superfood-Zutaten. Aber beim Kaffeetrinken kann man dann auch Kleinigkeiten kaufen, es soll wahrscheinlich Postkarten oder kleinere Schmuckstücke geben.

Im Innenbereich wird es im Rokkeberg Coffee und Juice 40 Sitzplätze geben, im Sommer bietet die Außengastronomie dann weitere 60 Sitzmöglichkeiten. „Natürlich wirft die documenta ihre Schatten voraus“, sagt Geschäftsführer Nico di Carlo. Aber er habe immer schon mit der Innenstadt geliebäugelt.

Vorbesitzer plant Rösterei

Familie Dressler, die zuvor in den Räumlichkeiten den Coffee Store betrieb, plant stattdessen einen Röstkontor in unmittelbarer Nähe zu eröffnen. „Wir haben das schon länger vor, aber in den bisherigen Räumlichkeiten konnte man eine Kaffeerösterei nicht umsetzen“, sagt Stefan Dressler.

Die Übernahme durch das Rokkeberg-Team habe sich kurzfristig ergeben. Aber sie sei aus seiner Sicht eine gute Möglichkeit, dass der Cafébetrieb am Ständeplatz weitergeführt wird.

Im Moment sind Geschäftsführer Nico di Carlo und Fabian Hilbich fleißig am Werkeln, um die Geschäftsräume am Ständeplatz neu zu gestalten. „Die Wände wollen wir mit über 200 Jahre alten Brettern von einem Kaufunger Fachwerkhaus gestalten“, verrät di Carlo. Ansonsten soll das neue Café auch farblich bunter werden als die „Rokkeberg-Mutter“ im Vorderen Westen. An der Gestaltung sind auch Studenten der Kunstuni beteiligt.

Das Konzept für das Rokkeberg am Goethestern hatte di Carlo in seinem Studium in Mannheim erarbeitet. Der 35-Jährige ist in Kassel geboren, war einige Jahre auf Weltreise, bevor er sein Abitur nachgeholt und in Mannheim Betriebswirtschaft studiert hat.

Das Konzept habe er dann speziell auf Kassel zugeschnitten. In Berlin würde so eine Art Concept Store wahrscheinlich nicht erfolgreich sein, meint er. Da sind viele Touristen unterwegs, da kann man nicht einfach, wie im Rokkeberg, Möbel zum Verkauf anbieten.

„Wir trauen uns viel, umso schöner ist es, wenn das Konzept funktioniert“, sagt di Carlo. Auch im Rokkeberg sind in diesem Sommer Neuerungen geplant, unter anderem längere Öffnungszeiten. Außerdem betreibt Hilbich noch die „Wild Wood Gallery“, in der es neben Kleidung auch Kunstausstellungen gibt.

Außerdem sei gerade noch ein weiteres Projekt in der Kasseler Nordstadt angedacht, verrät di Carlo. Wenn der Club „Unten“ schließt, fehlt einfach ein Angebot, wo man sitzen kann und auch was Musikalisches angeboten wird.

Kultur und Essen: Im Kafé Neu  gibt es vor allem regionale Produkte

Verschiedene Produkte: Im Kafé Neu gibt es beispielsweise Stadthonig und Arbeiten von Kasseler Künstlern zu kaufen, zeigt Betreiber Christof Lutz.

Das Kafé Neu an der Frankfurter Straße verbindet vor allem Kultur und Kulinarisches. „Dabei ist uns vor allem der regionale Schwerpunkt wichtig“, erklärt Christof Lutz. Zusammen mit Craig Bjerring betreibt er das Café und den benachbarten Weinbergkrug. „Ich glaube einfach, dass der reine Gastronomiebetrieb für viele einfach ein bisschen langweilig geworden ist“, sagt er. Da sei ein Concept Store mit flexiblen Angeboten einfach die perfekte Möglichkeit. Im Kafé Neu kann manetwas Essen und dabei regionale Produkte aus der Region kaufen. Darunter ist der Kasseler Stadthonig oder auch Arbeiten von lokalen Künstlern. Auch einige Möbel in den Räumlichkeiten sind zu erwerben. „Ich tausche da einfach gerne mal was aus“, sagt Christof Lutz. Oft gibt es auch eine Kombination aus Kultur und Kulinarischem, wie beim „Nachmittag mit Waffeln und Jazz“ oder bei kleineren Konzerten am Abend. Bei den Videospiel-Abenden fühlt man sich wie im heimischen Wohnzimmer.

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