Das Regionalmanagement hat Geburtstag - 200 Nordhessen feiern in Wiesbaden

Karawane aus Nordhessen zieht zum Feiern in den Süden

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Nordhessen in Südhessen: In der kommenden Woche soll das zehnjährige Bestehen des nordhessischen Regionalmanagements in Wiesbaden gewürdigt werden. Eine große Delegation aus Nordhessen besucht deshalb den Landtag.

Kassel. Am kommenden Mittwoch wird sich eine ganze Karawane aus Nordhessen in Bewegung setzen. Ihr Ziel: Der Hessische Landtag. Dort wird es eine Veranstaltung geben, mit der das zehnjährige Bestehen des nordhessischen Regionalmanagements gewürdigt wird.

Mit vielen Reden und einem geselligen Beisammensein.

130 Menschen (angemeldet haben sich bisher 200) haben sich schon Autobusse gemietet, andere werden in privaten Fahrzeugen oder in Zügen sitzen. Mit dabei: Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen und die nordhessischen Landräte. Ihr Ziel: darzustellen, wie erfolgreich Nordhessen inzwischen ist und dafür zu sorgen, dass bei den südhessischen Parlamentariern vielleicht die letzten Vorurteile gegen den nördlichen Landesteil fallen.

Denn die Abgeordneten aus Südhessen, die ja auch mitentscheiden, wenn es Geld für Nordhessen zu verteilen gibt (etwa Flughafen Kassel-Calden), sind die Zielgruppe der Veranstaltung. Aber könnten die Parlamentarier nicht den Eindruck bekommen, dass angesichts des Ansturms die nordhessischen Repräsentanten zu viel Zeit haben? Regionalmanager Holger Schach verneint diese Frage: „Es ist in dieser Form eine einmalige Chance, unsere Region zu präsentieren.“

Das geschieht mit einigem Aufwand. Zunächst reden Landrat Stefan Reuß (Werra-Meißner-Kreis), der IHK-Geschäftsführer Walter Lohmeier und Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen. Ihnen wird der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier oder ein Vertreter antworten, ehe es zum geselligen Beisammensein geht. Zwischen Häppchen, Wasser, Wein und Bier kann man sich noch Stände der nordhessischen Landkreise anschauen, die sich auf sogenannten „Kommunikationsinseln“ im Landtag präsentieren.

Die An- und Rückfahrt bezahlt jeder Nordhesse aus eigener Tasche, fürs Essen und Getränke kommt das Regionalmanagement mit 5000 Euro auf. Der anwesende Pianist wird von den Städtischen Werken gesponsert.