Schützt unsere Spezialität

Karin Müller (Grüne): EU soll sich um Grüne Soße aus Kassel kümmern

Lecker und frisch: So sieht sie aus, die nordhessische Grüne Soße, wie sie auch in Kassel auf den Tisch kommt. Archivfoto:  Herzog

Kassel. Nicht nur die Frankfurter Grüne Soße ist schützenswert, sondern auch die aus Kassel. Diese Einschätzung vertritt der heimische Landtagsabgeordnete der Grünen, Karin Müller.

Die Frankfurter könnten in diesem Fall als Vorbild dienen. Sie hätten sich erfolgreich für ihr Traditionsgericht eingesetzt, das jetzt von der EU-Kommission das Gütesiegel „geografisch geschützte Angabe“ erhalten habe.

Diesen Schutz habe auch die Kasseler Grüne Soße verdient, findet Müller. „Ein Signal unserer Stadt muss jetzt nach Brüssel erfolgen, wir unterstützen das“, sagt sie. Gefragt sei Oberbürgermeister Bertram Hilgen, der sich ja auch schon für den Schutz der Ahlen Wurscht eingesetzt habe. Die Kasseler Grüne Soße stehe für Frische und Qualität durch den Anbau von typischen Kräutern im Umland. Deshalb müsse man aktiv werden, um das Siegel der geografisch geschützten Angabe auch für das regionale Traditionsgericht zu sichern.

Ähnlich, aber anders: Die Frankfurter Grüne Soße. Foto:  dpa

Unterstützung bekommt die Grüne von heimischen Fachleuten. „Ich finde es gut, wenn sich jemand für unsere Grüne Soße einsetzt“, sagt zum Beispiel Christina Malkomeß von der gleichnamigen Gärtnerei in Wolfsanger. Ihr Sohn werde den Betrieb in der siebten Generation weiterführen. Mindestens genauso lange gebe es die Kasseler Grüne Soße. Die unterscheide sich unter anderem dadurch von der Frankfurter Variante, dass sie in der Regel ohne Kerbel, aber dafür mit Dill gemacht werde. Zudem würden die Kräuter bei uns zwar klein geschnitten, aber nicht wie in Frankfurt püriert.

Das EU Siegel steht für die enge Verbindung eines Produktes mit seinem Herkunftsgebiet und bürgt für besondere Qualität eines landwirtschaftlichen Erzeugnisses. Es soll vor Nachahmung oder Missbrauch der Produktbezeichnung schützen, wodurch eine bessere Vermarktung möglich ist.

Rezeptvorschlag

Kräutermischung: je ein Händchen voll gewaschene Kräuter (Borretsch, Pimpinelle, Sauerampfer, Dill, Petersilie, Schnittlauch oder Schalotten, eventuell auch Zitronenmelisse, Kresse, Estragon) in 0,5-1 cm lange Teile schneiden und mit der Mischung aus 3 Bechern Schmand, 2 Bechern Joghurt, 1-2 El. Senf und etwas Zitronensaft sowie Salz und schwarzem Pfeffer, ggf. etwas Milch verrühren. Mehrere Stunden ziehen lassen. 4 hart gekochte Eier klein schneiden und dazugeben.

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