Die Stadt in drei Dimensionen

Kassel in 3D: Kartenmaterial jetzt bei Google verfügbar

Kassel. Kassel in drei Dimensionen erkunden, das ist jetzt virtuell möglich: In Google Maps können Nutzer Herkules, Königsplatz und Karlsaue aus der Luft betrachten.

Bei Google Earth-Ansichten handelt es sich um Satellitenbilder von verschiedenen Geodaten-Diensten. Von welchem Dienst die jeweiligen Bilder stammen, zeigt der Copyright-Hinweis unten im Fenster von Google Earth. Google selbst mache keine Aufnahmen, sondern bindet das beste Bildmaterial, das von diesen Diensten erhältlich ist, ein, erklärt ein Sprecher des Unternehmens.

Das Durchschnittsalter der Aufnahmen liege zwischen ein und drei Jahren. Das Material wird über einen gewissen Zeitraum zusammengetragen und liefere naturgemäß keine Echtzeit-Eindrücke, heißt es.

In der documenta-Stadt zeigt sich das besonders deutlich am Beispiel der Grimmwelt. Die Baufläche ist im Google-Kartenmaterial noch eine grüne Wiese. Auch das Stadtbad Mitte und die Gebäude hinter dem Kulturbahnhof stehen noch. Der Umbau der Friedrich-Ebert-Straße scheint gerade begonnen zu haben. Das aufgebaute Kulturzelt und die Zissel-Buden, die am Ufer der Fulda zu erkennen sind, lassen darauf schließen, dass die Aufnahmen aus der Unterneustadt wahrscheinlich aus einem der vergangenen Sommer im Zeitraum Ende Juli bis Anfang August stammen. Seit wann die Funktion für Kassel verfügbar ist, darauf gibt es auf HNA-Anfrage keine Antwort.

Sicher ist, dass in den letzten Jahren nur sehr überholtes Material aus Kassel verfügbar war. Jetzt gibt es deutlich aktuellere Aufnahmen.

Üblicherweise werden die Karten bestimmter Regionen dann aktualisiert, wenn Bildmaterial in merklich besserer Qualität verfügbar ist, heißt es.

Bei den Städten, für die 3D-Bildmaterial veröffentlicht wird, handelt es sich laut Google um Orte, zu denen aktuelle, hochauflösende Luftaufnahmen zur Verfügung stehen. Nur diese ermöglichen es, 3D-Darstellungen zu kreieren.

Die 45-Grad-Bilder, die für die Darstellung von 3D-Gebäuden, Geländen und Landschaften genutzt wurden, kommen aus verschiedenen Quellen, die Luftaufnahmen beinhalten, erklärt ein Sprecher.

Die bekannten Fahrzeuge mit Kamera auf dem Dach, die von Google für die Streetview-Ansichten eingesetzt werden,wurden bei den Aufnahmen in Kassel nicht eingesetzt.

Technische Voraussetzungen und wie es geht

Um den Dienst nutzen zu können, sind einige Voraussetzungen ausschlaggebend:

• der Internetbrowser (Google Chrome, Firefox, Internet Explorer, Safari) muss auf dem aktuellen Stand sein

• das Betriebssystem muss Chrome OS mit Intel-CPU, Windows 7 (oder eine neuere Version), Mac OS X 10.8.3 (oder eine neuere Version) oder Linux (nicht mit Firefox) sein

Sobald diese Voraussetzungen erfüllt sind:

• bei Google Maps oben links im Menü die Funktion „Earth“ aktivieren und darauf achten, dass „3D“ auch tatsächlich aktiviert ist

• danach lässt sich mit gedrückter STRG-Taste durch Kassel fliegen, und zwar mit der linken Maustaste

Für Handy-Nutzer: Hier geht es mit der Google Earth App, nicht mit Google Maps (iOS, Android).

Falls Schwierigkeiten auftauchen, muss die Grafikkarte überprüft werden. Google hat Grafikkarten aufgelistet, die nicht mit „3D“ kompatibel sind. Informationen unter www.support.google.com.

Der Herkules in 3D

Klicken Sie auf "Größere Karte ansehen", dann unten rechts auf "3D"

Rubriklistenbild: © Google/Screenshot

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.