Bekannte Friseursalonkette

Dritter Christa-Gruber-Salon zu, zwei weitere in Insolvenz 

Seit 1. März geschlossen: Auch der zweite Christa Gruber-Salon im City Point ist nun geschlossen. Die Mitarbeiterinnen seien auf die beiden verbleibenden Salons verteilt worden. Foto:  Hildebrand

Kassel. Seit Anfang März ist ein weiterer Christa-Gruber-Salon in Kassel geschlossen. Für die zwei verbliebenen Betriebe läuft ein Insolvenzverfahren und die Suche nach Investoren der einst erfolgreichen Kasseler Friseursalonkette.

In über 30 Jahren haben sich die Christa Gruber Friseursalons in Kassel einen Namen gemacht, jetzt sind die Friseurbetriebe in ein Insolvenzverfahren gegangen. Der Insolvenzantrag wurde bereits im Dezember gestellt. Das Unternehmen, das 2013 den Eigentümer wechselte, betreibt aktuell nur noch zwei Salons im Dez-Einkaufszentrums und in der Königsgalerie. Der dritte Salon „CreHaartiv“ im City Point wurde am 1. März geschlossen.

"Eine Fortführung dieses Standorts unter Vollkosten war im eröffneten Insolvenzverfahren aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich“, teilte Insolvenzverwalter Franz-Ludwig Danko, Partner der bundesweit tätigen Kanzlei Kübler, auf Anfrage mit. Die betroffenen Mitabeiter seien auf die beiden anderen Salons verteilt worden.

Derzeit 40 Mitarbeiter

„Der tägliche Friseurbetrieb geht auch im eröffneten Insolvenzverfahren weiter“, betonte Danko. Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens ende der Insolvenzgeldzeitraum, so dass die Löhne und Gehälter der rund 40 Mitarbeiter wieder aus dem laufenden Betrieb finanziert werden müssen. „Alle Mitarbeiter sind weiter an Bord.“ Insolvenzverwalter Danko führe den Geschäftsbetrieb fort und plane, das Unternehmen im Wege einer Investorenlösung zu sanieren. Derzeit führe er Verhandlungen mit mehreren Übernahmeinteressenten. „Christa Gruber Friseure ist in Kassel ein bekannter Name, ein Unternehmen mit vielen zufriedenen Stammkunden und hoch qualifizierten Mitarbeitern“, sagt Danko. „Das macht den Betrieb für potenzielle Investoren interessant.“

Das Unternehmen war vor über 30 Jahren von Christa Gruber, später Christa Scheloske, mit einem ersten Salon im Dez-Einkaufszentrum gegründet worden. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Heinz Scheloske baute sie eine kleine Kette mit zuletzt fünf Geschäften und 80 Mitarbeitern auf. Zeitweilig unterhielten sie vier weitere Geschäfte in Hamburg-Blankenese und eine Friseurschule für Mitarbeiter in London.

2013 verkaufte das Unternehmerpaar aus Zierenberg die Christa Gruber GmbH mit fünf Salons an den Frankfurter Agenturbetreiber Emil Bergfeld. Er schloss seitdem bereits zwei Friseur-Geschäfte im City Point und in der Kurfürstengalerie.

Bedauern der Gründerin

„Uns tut das unheimlich leid“, sagte am Freitag Unternehmensgründerin Christa Scheloske, die bereits über das Insolvenzverfahren informiert war. „Das ist sehr traurig, denn wir haben 33 Jahre dafür gearbeitet.“

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