200 Kurden demonstrierten in der Innenstadt

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Demonstrierten in der Innenstadt: Etwa 200 Kurden liefen vom Stern bis zum Rathaus.

Kassel. Um gegen den "türkischen Staatsterror in Kurdistan" aufmerksam zu machen, demonstrierten rund 200 Kurden am Samstagnachmittag in der Kasseler Innenstadt. Angemeldet hatte die Demonstration Ömer Özdemir, Vorsitzender der demokratisch-kurdischen Gesellschaft Kassel.

Das türkische Militär töte kurdische Zivilisten, Frauen und Kinder. Özdemir kritisiert, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel noch immer im Dialog mit der türkischen Regierung stehe, anstatt Druck auf diese auszuüben.

"Türkei Terrorist", "Deutschland finanziert, Türkei bombardiert", "Gestern Hitler, heute Erdogan", "Weg mit dem Verbot der PKK" und "Freiheit für Öcalan" waren von den Frauen, Männern und Kindern zu hören, die vom Stern bis zu einer Kundgebung am Rathaus zogen. Auf Höhe des Opernplatzes setzen sich die Demonstranten für kurze Zeit auf die Straßenbahngleise, um noch mehr Aufmerksamkeit für ihre Anliegen zu bekommen.

Diese war den Demonstranten an diesem Samstagnachmittag vor Weihnachten in einer vollen Kasseler Innenstadt gewiss. Aber nicht alle Passanten reagierten mit Verständnis auf diese Demonstration. Kritische Zwischenrufe in Richtung der Demonstranten gab es vor allem von Türken, die in der Stadt unterwegs waren. Ein Türke fragte am Rande der Demo einen Polizisten, wer die Demo "dieser Terrorgruppe" genehmigt habe. Auf die Antwort, dass in Deutschland Demonstrationsfreiheit bestehe und man solch eine Veranstaltung nur bei der Stadt anmelden müsse, lautete der Kommentar des Türken: "Unfassbar".

Nach Angaben der Polizei verlief die Demonstration ohne Zwischenfälle.

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