50 Prozent mehr Einkünfte bis 2025

Kassel will zu den 20 gefragtesten Städtereisezielen gehören

Kassel. Kassel hat große Pläne für seine Entwicklung als Städtereiseziel: Mit einer Fülle von Vermarktungsaktivitäten und neuen touristischen Angeboten soll erreicht werden, dass die Grimm- und Welterbestadt deutlich an Bekanntheit und Sympathie bei Touristen aus dem In- und Ausland gewinnt.

Die Autoren eines am Dienstag vorgestellten Tourismuskonzepts sehen die reelle Chance, dass Übernachtungszahlen und Umsätze im Gästegeschäft binnen zehn Jahren um 50 Prozent gesteigert werden können. 

Falls das gelingt, würde sich im Jahr 2025 die Zahl der Übernachtungen in Kassel auf über 1,35 Millionen belaufen (heute 900.000). Und die touristische Wertschöpfung in der Stadt stiege von heute 121 Mio. auf 185 Millionen Euro.

Obwohl Kassel nach dem Welterbe-Prädikat für den Bergpark und seit Eröffnung der international beachteten Grimmwelt bereits einen touristischen Aufschwung verzeichnet, sei das Potenzial bei weitem noch nicht ausgeschöpft, sind Stadtpolitiker und touristische Berater überzeugt. Das ambitionierte Ziel: Kassel will in die Riege der 20 gefragtesten Städtereiseziele Deutschlands vorstoßen. Alles, was Kassel typisch, interessant und entdeckenswert macht, soll dazu ganz neu inszeniert, aufbereitet, verknüpft und beworben werden.

Ein knappes Jahr lang haben Tourismusprofis, Gastronomen, Hoteliers, Händler, Kulturschaffende und weitere Akteure an dem Tourismuskonzept gearbeitet, dessen Vorstellung im Kongresspalais als eine Art Aufbruchsveranstaltung angelegt war. Über 150 Teilnehmer waren ein Hinweis darauf, dass Kassels neue touristische Anstrengungen und Ansprüche offenbar von einer breiten Basis getragen werden.

In eine groß angelegte Marketing- und Imagekampagne zur Neupositionierung Kassels sollen fünf Jahre lang jährlich 1,2 Mio. Euro investiert werden. Mit 300.000 Euro sollen sich Gastgewerbe und Einzelhandel auf freiwilliger Basis beteiligen. Die Alternative, so machte Stadtkämmerer und Kassel-Marketing-Aufsichtsratschef Christian Geselle klar, wäre die Einführung einer kommunalen Tourismusabgabe.

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