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Parkgebühren in Kassel: Höhere Tarife gelten ab September

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Von: Bastian Ludwig

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Kassel. Die angekündigte Erhöhung der Kasseler Parkgebühren soll Ende September greifen. Der Finanzausschuss hat dieser mit Stimmen von SPD und Grünen zugestimmt. Die dafür nötige 250.000 Euro teure Umrüstung und Neuanschaffung der etwa 300 Automaten wird im September starten und drei Wochen dauern.

Welche Tarife in der Umstellungszeit gelten, ist noch unklar. Wie berichtet, werden die Tarife im Schnitt um 66 Prozent erhöht und die gebührenpflichtigen Zonen ausgeweitet. Davon verspricht sich die Stadt jährliche Mehreinnahmen von 2,5 bis 2,9 Mio. Euro. Zu der Erhöhung hatte sich die Stadt verpflichtet, als sie 2012 mit dem Land die Schutzschirmvereinbarung geschlossen hatte.

Im Gegenzug der zugesagten Haushaltskonsolidierung hatte das Land der Stadt 260 Mio. Euro Schulden abgenommen. Je nach Parkzeit werden die Tarife in der Gebührenzone Zentrum, die um den Bereich zwischen Steinweg und Fulda erweitert wird, zum Teil doppelt so teuer. Für eine Stunde etwa zahlen Autofahrer dann zwei Euro statt einen Euro.

Dafür kann die Parkzeit im Viertelstundentakt (50 Cent pro 15 Minuten) gewählt werden und die Bezahlung ist auf den 1000 oberirdischen Parkplätzen im Zentrum auch mit dem Handy möglich.

Auch außerhalb der Innenstadt (Gebührenzone II) steigen die Tarife. Eine halbe Stunde kostet 50 statt 20 Cent, für eine Stunde wird ein Euro statt 50 Cent fällig. Auch diese Zone wird größer, sodass auch die Parkplätze an den Straßen nördlich des Hauptbahnhofes kostenpflichtig werden.

Von der Erhöhung sind ebenfalls die bereits gebührenpflichtigen Parkplätze am Bahnhof Wilhelmshöhe betroffen. Zuletzt waren die Parkgebühren 1996 gestiegen. Am 19. Mai müssen noch die Stadtverordneten der Gebührensatzung zustimmen. Trotz Ablehnung durch die übrigen Fraktionen gilt dies wegen der rot-grünen Mehrheit als sicher.

Von Bastian Ludwig

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