Technologiesparte verstärkt

Kasseler Hübner-Gruppe hat schwedischen Laser-Spezialisten gekauft

Ingolf Cedra

Kassel. Die Kasseler Hübner-Gruppe, die ihr Geld überwiegend mit Bahn- und Bustechnik sowie Autozulieferung verdient, baut ihre neue Technologiesparte konsequent aus. Mit einem Einkauf in Schweden.

Wie das 1946 gegründete Familienunternehmen mitteilte, hat es den schwedischen Laser-Spezialisten Cobolt AB erworben. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, sagte Ingolf Cedra, der in der Geschäftsführung der Hübner Holding das neue Geschäftsfeld Technologie verantwortet.

Cobolt baut besonders kompakte und außerordentlich robuste Hochleistungs-Laser-Technik, mit der etwa metallische Oberflächen identifiziert oder Atome gekühlt werden können. Das kleine Unternehmen mit Sitz in Stockholm und einem Ableger in Kalifornien beschäftigt gut 40 Mitarbeiter und setzt nach Angaben Cedras einen zweistelligen Millionenbetrag im Jahr um.

Mehr über die Hübner-Gruppe im RegioWiki

„Cobolt passt hervorragend zu unserem Laser- und Detektoren-Geschäft“, sagte Cedra. Hübner baut unter anderem laser-gestützte Detektoren zur Sprengstofferkennung sowie spezielle Laser für wissenschaftliche Anwendungen. Die Geräte werden in der Industrie, Umwelt-, Bio- und Medizintechnik sowie beim Militär und in der Analytik eingesetzt. Mit Cobolt können die Kasseler ihr Angebot nicht nur erweitern, sondern gleichzeitig die gewachsenen Vertriebskanäle der Schweden nutzen. Cedra sieht ein großes Potenzial im aktuell 10 Milliarden Euro schweren Laser-Markt, der global um jährlich 5,5 Prozent wächst.

Gut zwei Drittel seines Umsatzes von mehr als 300 Millionen Euro macht die weltweit tätige Hübner-Gruppe mit Bahn- und Bustechnik sowie mit Autozulieferung. Bekannteste Produkte sind faltenbalg-ähnliche Übergangssysteme für Züge, Straßenbahnen und Busse, bei denen die Kasseler unangefochtener Weltmarktführer sind, sowie Fenster für Bus und Bahn. Außerdem stellt das Unternehmen Luftfahrt- und Medizintechnik sowie Wellness- und Gummiprodukte her.

Hübner beschäftigt in 13 Ländern gut 2400 Mitarbeiter, davon mehr als 1000 an seinen drei Standorten in Kassel. Derzeit wird ein viertes Werk eingerichtet und zwar unweit des Unternehmenssitzes an der Wilhelmine-Reichard-Straße im Industriepark, wo Hübner – wie berichtet – Gelände und Gebäude des nach Fulda umgesiedelten Steine-Spezialisten Object Stone sowie des niedergebrannten Elektronik-Herstellers Neways übernommen hat. Bereits vor zwei Jahre hatte Hübner das benachbarte Gebäude des aufgelösten Sicherheitsdienstleisters und Geldtransporteurs Securlog erworben.

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